Schulweg „Alte Furt“
Vier Schilder für mehr Sicherheit

Münster-Amelsbüren -

Mit nur ein paar neuen Verkehrsschildern wurde der Schulweg zur Davertgrundschule verbessert: Die Straße „Alte Furt“ ist jetzt von der Davertstraße kommend eine Sackgasse.

Donnerstag, 27.02.2020, 19:21 Uhr aktualisiert: 02.03.2020, 16:42 Uhr
Die neue Durchfahrtsregelung soll den Schulweg sicherer machen. Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt (v.l.), Susanne Decker (Sozialkreis Amelsbüren), Ursula Zumeggen, Ratsherr Stefan Weber, Stephanie Wünnemann (Schulpflegschaft) und Schulleiterin Martina Broda begrüßen die Maßnahme.
Die neue Durchfahrtsregelung soll den Schulweg sicherer machen. Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt (v.l.), Susanne Decker (Sozialkreis Amelsbüren), Ursula Zumeggen, Ratsherr Stefan Weber, Stephanie Wünnemann (Schulpflegschaft) und Schulleiterin Martina Broda begrüßen die Maßnahme. Foto: mlü

In Amelsbüren führt der Schulweg zur Davertgrundschule für viele Kinder durch die Straße „Alte Furt“. Wegen der dort schmalen Gehwege kommt es manchmal zu brenzligen Situationen, wenn gleichzeitig Autos die Straße befahren. Mit gerade einmal vier Schildern soll jetzt kurzfristig Abhilfe geschaffen werden.

Und das funktioniert so: Um die Fußgänger zukünftig weitestgehend von den Kraftfahrern zu trennen, wird die Alte Furt von der Davertstraße kommend zur Sackgasse (erstes Schild). Hinter der Einmündung Heinrichstraße steht nämlich das zweite neue Schild, ein „Verbot der Einfahrt“ mit weißem Balken auf rotem Grund.

Auf Höhe der St.-Sebastian-Kirche wird dann erneut die Durchfahrt von Süden nach Norden verboten (drittes Schild). Wer von der Wiemannstraße in die Alte Furt einbiegen will, kann ab jetzt also nur noch rechts in Richtung Süden einbiegen – das regelt das vierte und letzte neue Schild.

Kurz gesagt: Wer mit dem Auto aus dem Norden kommt, für den ändert sich nichts. Von der Davertstraße aus ist eine Durchfahrt aber nicht mehr ohne weiteres möglich. Anders als bei einer klassischen Einbahnstraßenregelung können die Anwohner jedoch ihr Grundstück jedoch weiterhin sowohl in nördliche als auch in südliche Richtung verlassen. Für Radfahrer ändert sich übrigens nichts, die Durchfahrt bleibt für sie in beide Richtungen frei.

Die Maßnahme wurde in geradezu rekordverdächtiger Zeit durchgesetzt. Im vergangenen Herbst hatte es einen Ortstermin mit Vertretern der Politik, der Verkehrsplanung und der Schulleitung der Davertgrundschule gegeben. Dabei wurde schnell klar, dass eine bauliche Änderung nicht infrage kommt und eine Einbahnstraße den Anwohnern Probleme machen würde. „Von dieser jetzt getroffenen Regelung profitieren jedoch auch die Anwohner“, ist Norbert Vechtel, der stellvertretende Leiter des Ordnungsamtes, überzeugt. Schließlich werde der Durchgangsverkehr vor den Wohnhäusern gesenkt.

Schulleiterin Martina Broda freut sich über die „von Anfang an konstruktive Zusammenarbeit mit den Behörden“. Die Eltern der aktuell 252 Grundschüler seien bereits informiert. Ihnen wird grundsätzlich empfohlen, die Kinder auf dem großen Lailly-en-Val-Parkplatz abzusetzen, wenn sie denn überhaupt mit dem Auto gebracht werden müssten.

Ratsherr Stefan Weber (CDU) begrüßte die schnelle Umsetzung der Maßnahme. „Uns war damals im August nach dem Ortstermin klar, dass es so nicht weitergehen kann.“ Auf seinem Smartphone zeigt er ein Video, dass Heerscharen von Schülerinnen und Schüler morgens auf der Alten Furt zeigt – und die sich an die Hauswände drücken, um den Autos Platz zu machen.

Dass die Umsetzung so schnell ging, lag auch an dem schnellem und einstimmigem Zustimmung der Bezirksvertretung Hiltrup. Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt dankte stellvertretend für die Hinweis aus der Bevölkerung auf die Gefahrenstelle. „Wir können nicht jeden Bereich im Blick haben.“

Die Regelung gilt als Verkehrsversuch zunächst für etwa ein Jahr. Danach erfolgt eine Bewertung, ob die Regelung dauerhaft eingerichtet werden soll.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7299124?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F133%2F
Nachrichten-Ticker