Sicherer Sport: Sechsstündiges Präventionsseminar bei der DJK Grün-Weiß Amelsbüren
„Das gibt Handlungssicherheit“

Münster-Amelsbüren -

Sportler der DJK Grün-Weiß Amelsbüren nehmen jetzt an einer sechsstündigen Schulung zum Thema „Prävention von sexualisierter Gewalt und Grenzüberschreitungen im Sport“ teil.

Dienstag, 03.03.2020, 11:20 Uhr aktualisiert: 05.03.2020, 09:52 Uhr
An einer Präventionsschulung der DJK-Sportjugend Münster zum Thema „Sicherer Sport“ nahmen viele Übungsleiter der DJK Grün-Weiss Amelsbüren teil.
An einer Präventionsschulung der DJK-Sportjugend Münster zum Thema „Sicherer Sport“ nahmen viele Übungsleiter der DJK Grün-Weiss Amelsbüren teil. Foto: hk

Wenn Kinder und Jugendliche ein untypisches Verhalten im Sport zeigen, stimmt etwas nicht. Wie kann sich so ein Verhalten zeigen? Einer der mehr als zehn Übungsleiter nennt die Warnzeichen, die von den Betroffenen kommen können. Das Kind sei entweder eingeschüchtert, aggressiv oder verschlossen.

Die erwachsenen Sportler der DJK Grün-Weiß Amelsbüren nahmen jetzt an einer sechsstündigen Schulung zum Thema „Prävention von sexualisierter Gewalt und Grenzüberschreitungen im Sport“ teil. Es ist ein Angebot des DJK-Diözesanverbandes Münster.

„Wir sind seit einem Jahr mit dem Vorstand im Gespräch, wie wir das Präventionskonzept umsetzen können“, sagte Karolin Michel , die als Sport-, Jugend- und Bildungsreferentin sowie als Präventionsfachkraft des Verbandes bis zu 75 Vereine im Bistum Münster betreut. Mit diesem Konzept, das eigens für Übungsleiter ab 16 Jahren entwickelt wurde, geht ein eigenes Schulungsteam in die Vereine. Es wird vom Bistum Münster finanziert. „Wir möchten die Übungsleiter für das Thema ‚Sicherer Sport‘ sensibilisieren“, so die Schulungsreferentin, die zusammen Sara Terhorst, einer ausgebildeten Teamerin für Präventionsschulung im Bistum Münster, das Konzept auf die Bedürfnisse der DJK Grün-Weiß zugeschnitten hat. 20 Vereinsmitglieder nahmen daran teil.

Inhaltlich geht es bei der Präventionsordnung des Bistums Münster um Kindesschutz und das Verhalten von Täter und Opfer. „Wir geben den Übungsleitern Handlungssicherheit“, so Michel. Wie hat er zu reagieren, was ist beim einem vermuteten Übergriff zu tun – das alles werde thematisiert.

Der Vorstand hat bereits zwei Vertrauenspersonen in den Blick genommen, die als Präventionsvermittler tätig sein werden und im Fall des Falles den Vorstand informieren können. Es liegt dann im Ermessen des Vorstandes, sich an die entsprechenden Beratungsstellen zu wenden.

Das Bewusstsein um das Kindes- und Jugendwohl ist in den Vereinen in den vergangenen Jahren gestiegen. „Allerdings ist es für kleinere Vereine schwierig, ein institutionalisiertes Schutzkonzept zu entwickeln. Das fängt schon bei der Duschsituation an“, sagte Karolin Michel.

Bis jetzt habe es in Amelsbüren noch keinen Fall des Übergriffes gegeben, stellte der Verein fest.

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