Forstarbeiten neigen sich dem Ende entgegen: 70 bis 80 kranke Bäume gefällt
Pastorenbusch ist sichtlich lichter

Münster-Amelsbüren -

Der Pastorenbusch hat sich verändert. Die Arbeiten sind fast abgeschlossen.

Dienstag, 21.04.2020, 17:59 Uhr
Die Maßnahmen im Wäldchen seien gravierend gewesen. Sie gingen nun aber dem Ende zu, erklärt Forstwirt Thomas Hegemann.
Die Maßnahmen im Wäldchen seien gravierend gewesen. Sie gingen nun aber dem Ende zu, erklärt Forstwirt Thomas Hegemann. Foto: isa

Der Pastorenbusch an der Straße „Zum Häpper“ hat im Laufe weniger Tage sein Gesicht grundlegend verändert. War er früher recht dicht und düster, fallen nun zunehmend Sonnenstrahlen durch das Blätterwerk. „Klar, es ist deutlich lichter geworden“, bestätigt Thomas Hegemann . Die Maßnahmen seien gravierend gewesen und gingen nun dem Ende zu, bekräftigt der Forstwirt. Etwa 70 bis 80 Bäume hätten er und seine Mitarbeiter gefällt. Warnschilder verbieten seitdem den Durchgang, der für Passanten gefährlich ist.

Wie berichtet, wird das Wäldchen nahe der Amelsbürener Sportplätze gründlich durchforstet. Auslöser waren kranke Bäume, die mehr und mehr zu einer Gefahr für Spaziergänger zu werden drohten. Einige waren bereits umgestürzt, ein großer Ast hatte einen Zaun in der Nähe beschädigt. Zwar führt kein offizieller Weg durch den kleinen Wald, die Nutzung verschiedener „Trampelpfade“ wird jedoch geduldet. So entschloss sich die Gemeinde St. Clemens Hiltrup / Amelsbüren als Eigentümerin, einen Fachbetrieb mit der Kontrolle und Instandsetzung des Wäldchens zu beauftragen. Seitdem sind Thomas Hegemann und seine Mitarbeiter in Aktion.

„Der Wald hatte es dringend nötig“, erklärt der Forstwirt. Vor allem die Trockenheit der vergangenen Sommer habe vielen Bäumen zugesetzt. „Ganz besonders die Buchen waren betroffen, viele waren stark geschädigt und nicht mehr zu retten“, betont Hegemann und zeigt auf einen Lagerplatz mit aufgeschichteten Stämmen. Bei einigen sind schwarze Flecken auf der Schnittfläche Anzeichen für eine Pilzkrankheit. Ein anderer Haufen besteht nur noch aus längst abgestorbenen Bäumen und Ästen, so genanntem Totholz.

Viele Lücken weist der Pastorenbusch nach den umfangreichen Fällarbeiten auf. Aber immer noch stehen einige krank wirkende, fast schwarze, blätterlose Stämme zwischen dem ansonsten lichten Grün. „Das sind Bäume, bei denen wir bewohnte Vogelnester oder andere Bauten entdeckt haben“, erklärt Hegemann. Sofern diese keine Gefahr für Spaziergänger böten, habe man sie vorerst stehen lassen. Sie würden gekennzeichnet und später bei einem weiteren Durchgang gefällt.

Neben den Bergen gefällter Stämme, die nun nach und nach abgefahren werden, fallen junge Bäumchen auf: Buchen, aber auch Eschen und Vogelkirschen sprießen aus dem Boden. Das Sonnenlicht scheint ihnen gut zu tun, das nun zu ihnen dringt. „Das ist richtig“, bestätigt Hegemann. „In einigen Bereichen braucht man gar nicht aufzuforsten, da besorgt das die Natur schon allein.“

Endgültig abgeschlossen sind die Arbeiten in wenigen Tagen. Aber erst wenn die Warnschilder abgebaut sind, dürfe der Wald wieder betreten werden, so Hegemann.

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