Corona verschärft das Dilemma vieler Handwerksbetriebe
Aufträge ohne Ende – aber keine Fachkräfte

Münster-Amelsbüren -

Handwerker merken es seit Wochen: Es wird von vielen lieber in die heimische Wohnung investiert als in große Reisen. Sonnenschutz auf der Terrasse statt Badeurlaub am Sonnenstrand. Klaus und Petra Berges, die das Amelsbürener Familienunternehmen Rabix leiten, merken das seit Wochen. Zugleich wird ein Problem immer drängender, mit dem das Handwerk ohnehin zu kämpfen hat.

Donnerstag, 23.07.2020, 17:00 Uhr aktualisiert: 23.07.2020, 17:25 Uhr
Klaus Berges, Inhaber des Amelsbürener Familienunternehmens Rabix, sucht händeringend Fachkräfte.
Klaus Berges, Inhaber des Amelsbürener Familienunternehmens Rabix, sucht händeringend Fachkräfte. Foto: gro

Rabix-Sonnenschutz gibt es seit 35 Jahren. Das Unternehmen hat sich auf Raffstores spezialisiert. Das Anbringen von Markisen gehört ebenso zum Geschäft. Die Produzenten kommen längst nicht mehr nach. Zehn Wochen Wartezeit sind keine Seltenheit, berichtet Klaus Berges . Im Frühjahr hat die Firma in der Hochphase der Corona-Pandemie lediglich ein bis zwei Wochen zugemacht. Sodann ging es weiter: Montage und Reparaturen. Das Team mit drei Festangestellten war voll ausgelastet.

Ein Problem kam auf, als sich ein Mitarbeiter die Achilles-Sehneriss und ein Ausgleich nicht mehr zu finden war. Der Arbeitsmarkt für Handwerker ist wie leergefegt. Klaus und Petra Berges mussten Aufträge absagen. Kunden müssen sich in Geduld üben. Für Petra Berges steht fest: „Das Handwerk muss etwas tun, damit es junge Menschen anspricht. Ansonsten werden wir uns als Kunden bald keine Handwerker mehr leisten können.“

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