Angelmodde
Gemeindeglieder diskutieren Pläne zur Umgestaltung der Friedenskirche

Montag, 27.10.2008, 18:10 Uhr

Münster-Angelmodde/Gremmendorf. Wer an der Gemeindeversammlung der evangelischen Friedenskirche teilnahm, wandelte durch ein begehbares Modell. Das Presbyterium, Pfarrer Hartmut Hawerkamp, Kirchbaumeister Christoph Macholz und der Künstler und Architekt Professor Thomas Kesseler hatten schon einmal Bänke und Stühle gerückt, um die aktuellen Entwürfe zur Umgestaltung des Kirchraumes zu veranschaulichen. Sie bildeten jetzt ein Halbrund um einen nach vorne gezogenen Altar. Eine Leinwand stand dort, wo nach Entwürfen eine Glaswand entstehen könnte. Schon jetzt war ein ganz neues Raumgefühl geboren.

Mit dem Anbau des Gemeindehauses an den Altbau wurde vor einigen Jahren in der Friedenskirche die Möglichkeit geschaffen, einen Saal des Gemeindehauses zum Gottesdienst-Raum zu öffnen. „Doch die Konsequenzen wurden auf die Zukunft vertagt“, so Macholz. Ist die Trennwand geöffnet, sei der Altar, welcher mit dem Lesepult und dem Kreuz in der Apsis zurücksteht, aus dem neuem Raum nicht zu sehen. Auch der Pfarrer sieht einen Teil der Gemeinde nicht. „Da muss etwas passieren“, so Hawerkamp.

In Absprache mit den zuständigen Stellen war deswegen Architekt Kesseler beauftragt worden, einen ersten Lösungsentwurf zu entwickeln (die WN berichteten). Diese hätten nun ein Stadium erreicht, in dem sie der Gemeinde vorgestellt werden könnten. „Doch das bedeutet nicht, dass der Entwurf abgeschlossen ist. Wir wollen ihre Reaktionen hören“, lud Macholz zur Diskussion ein. Als Grundlage dienten eine Präsentation der Pläne durch den Innenarchitekten.

Wenigstens die Einarbeitung runder Formen überzeugte die Gemeinde, einige empfanden sie als „schlicht genial“. Das „begehbare Modell“ habe gezeigt, dass die runde Sitzordnung auch mit den jetzigen Kirchenbänken erreichbar wäre. Besonders in Sachen Farbgebung, aber auch beim vorgezogenen Altar bestand Diskussions- und Klärungsbedarf. „Warum blau?“ „Was geschieht mit dem Raum hinter der Glasscheibe, hinter dem rundem Altarpodest?“ Blau stehe für das „farbgeschriebene Paradies“, er wolle Kontraste schaffen, erklärte Kesseler der Gemeinde. Natürlich würden zuvor Musterflächen angelegt.

Am Ende einer fruchtbaren Diskussion stellte Pfarrer Hawerkamp fest: „Wir sind nicht immer einer Meinung, aber wir haben uns gemeinsam auf den Weg gemacht.“

Und Macholz machte deutlich: „Wir haben derzeit schlechterdings kein Geld“. Jedoch solle ein schon jetzt vollständiger Entwurf eine Realisierung in Etappen ermöglichen.

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