Angelmodde
Wohngefühl wie unter freiem Himmel

Donnerstag, 15.01.2009, 18:01 Uhr

Münster-Angelmodde - Modernes Bauen - modernes Wohnen im Zeitgeist der frühen 60er Jahre. Das Elternhaus von Elisabeth Rave an der Schlesienstraße vermittelt heute noch unverfälscht die fortschrittlichen Ideen, die ihr Vater Ortwin Rave und Max von Hausen umsetzten. „Für damalige Verhältnisse war es sehr modern“, sagt die Architektin. Und auch heute wirkt das Haus in seinen klaren Strukturen, dem großzügigen Grundriss, der dezenten Farbgebung bis hin zu den auf das Haus abgestimmten Möbeln zeitlos modern.

„Das Bedürfnis nach Großzügigkeit war neu.“ Ziel der Architekten war es, mit wenig Geld jedem sein eigenes Haus zu ermöglichen, jedem Kind sein eigenes Zimmer, selbst wenn es teilweise nur ( 6 Quadratmeter groß) sehr, sehr klein groß war. Was die Größe und Grundrisse der Häuser betraf, herrschte größtmögliche Gestaltungsfreiheit. Die Gartenhöfe waren ein Bereich, der sich nahtlos in die Wohnfläche integrierte und die Räume von der Wahrnehmung her großzügig nach außen öffnete. Das Architektenehepaar Ortwin und Irmgard Rave setzte dies in seinem Haus konsequent um.

Es wählte Waschbeton als Bodenbelag, der sich bruchlos in den Gartenhof fortsetzt. Alle Räume, die an den Hof grenzen, haben zur Hofseite hin großzügige bodentiefe Glasfronten, die vor allem bei geöffneten Türen den Eindruck von Weite vermitteln. Obwohl (Wasch-)Beton als Material dominiert, hat der Hof mit einem kleinen Betonbrunnen hohe Aufenthaltsqualität. Nur wenige ausgewählte Pflanzen, wie etwa sechs symmetrisch angeordnete Yuccapalmen oder eine kantig geschnittene, immergrüne Hecke geben dem Atrium klare Linien und schaffen schöne Sitzecken.

Im Grundriss des Raveschen Hauses ist am auffälligsten der 80 Quadratmeter große zentrale Wohnraum mit dem nicht abgetrennten Flur, der offenen Küche und den offenen Arbeitsbereichen. Eine Grundidee der Architekten war der variable Grundriss, der in mehreren Häusern der Siedlung umgesetzt wurde: Große Räume konnten durch Schränke oder versetzbare Trennwände unterteilt werden. Bündig eingebaute Wandschränke in Fluren nutzen die Fläche optimal, Spiegel vermitteln Weite. „Die Möbel waren Teil der Planung“, erzählt Elisabeth Rave von der perfekten Harmonie von Innen- und Außengestaltung des Hauses. Noch heute stehen im Wohnraum die Möbel, die ihre Eltern damals ausgewählt und teilweise sogar eigens für dieses Haus entworfen haben. Neben den modernen Möbeln setzen einige antike Stücke warme Akzente.

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