Angelmodde
Neue Fassade außen angeschraubt

Mittwoch, 18.05.2011, 22:05 Uhr

Münster-angelmodde - Die Elemente sind passgenau vorgefertigt, werden mit dem Kran an die vorgesehene Stelle befördert, von Handwerkern festgeschraubt - und fertig ist die Sanierung der Außenfassade. „Wir haben länger nach einen idealen Möglichkeit gesucht, die Gebäude an der Osthuesheide 63 bis 99 und am Bonnenkamp 71 bis 73 instandzusetzten“, erklärte Stefan Wismann , stellvertretender Leiter der Hausverwaltung der WGL, einer Tochterfirma der Wohn- und Stadtbau.

Die Außenwände haben sich bis auf die Betonpfeiler als nicht besonders stabil erweisen. „Dort hätten wir nicht einmal einen Dübel einschlagen dürfen“, erklärte Joachim Seinecke vom bauleitenden Architekturbüro Archplan. Bei den Wänden handele es sich - wie Wismann es bezeichnete - „um ein fünf Zentimeter dünnes Faserzementblättchen“. Somit sei das Aufbringen eines klassischen Wärmedämmverbundsystem als Sanierungsmöglichkeit ausgeschieden.

Um nicht komplett die alten Außenwände herausreißen zu müssen, sei dann die jetzige Methode als beste und auch kostengünstigste Lösung gewählt worden. Das gesamte Gebäude sei zunächst dreidimensional gescannt worden. Danach konnten millimetergenau die neuen Fassadenelemente mit Dämmmaterial, Fenstern und Außenputz angefertigt werden. Nach einigen Vorarbeiten werden diese jetzt auf den Betonträgern festgeschraubt.

Anschließend müssen nun die alten Fenster entfernt werden. „Die Mieter können während der Arbeiten in Wohnungen bleiben“, erläutert Wismann einen weiteren Vorteil dieser Sanierungsmethode. Und selbst wenn die Bewohner jetzt einigen Lärm in Kauf nehmen müssen, schon in Kürze werden sie feststellen, dass sich dieser Aufwand gelohnt hat: Wismann rechnete mit bis zu 50 Prozent niedrigeren Energiekosten.

„Wir stellen mit dieser Sanierung den vom Gesetzgeber geforderten Mindeststandard her“, erklärte Wismann weiter. Die Arbeiten werden im Einvernehmen mit der Mehrheit der Eigentümer durchgeführt. Rund 45 000 Euro pro Wohnung kosten die komplette Sanierung der Gebäude. Darin enthalten seien auch Dach und Kellerdämmung. Insgesamt erhofft sich Wismann von der Sanierung eine Attraktivitätssteigerung und damit nachfolgend auch eine Veränderung der bisherigen Mieterstruktur.

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