Infoveranstaltung der CDU mit Oberbürgermeister Lewe
Der Abzug der Briten bewegt

Münster-Südost -

Der Andrang war groß, als die CDU über die Umnutzung der York-Kaserne in Gremmendorf informierte.

Sonntag, 18.03.2012, 20:03 Uhr

Infoveranstaltung der CDU mit Oberbürgermeister Lewe : Der Abzug der Briten bewegt
Ratsherr Andreas Nicklas, Bezirksbürgermeister Dr. Michael Klenner, Oberbürgermeister Markus Lewe, der Vorsitzende der Ortsunion, Ludger Baumeister, und Beisitzer Dr. Heinrich Hoffschulte (v. l.). Foto: mlü

Wahnsinnsandrang beim Jahresempfang der CDU Gremmendorf : Weil Oberbürgermeister Markus Lewe über die Umnutzung der York-Kaserne sprach, platzte das Restaurant und Kaffeehaus Sebon aus allen Nähten.

Weit über 100 interessierte und kritische Bürger sorgten für Parkplatzmangel am Erbdrostenweg und reichlich Stühlerücken – eine Woche bevor der Rat über wichtige Fragen der Konversion entscheidet, wollten sie alle wissen, wie es nach dem jetzt baldigen Abzug der Briten schon Ende 2012 weitergeht. „Sie sehen wie wichtig es ist, dass Gremmendorf eine neue Mitte bekommt – Sebon ist schon zu klein“, stellte der Vorsitzende der Ortsunion, Ludger Baumeister, fest und moderierte die Fragerunde mit dem Oberbürgermeister.

Die CDU will die grüne Gartenstadt, Lewe setzt sich besonders für „kleinteilige Lebensräume“ zur Erholung und Begegnung ein. Über die Zukunft der britischen Wohnungen soll nach stadtweiter Analyse entschieden werden, „erst dann werden wir mit der Politik an die Öffentlichkeit gehen“. In keinem Fall soll der Wert umliegender Immobilien gemindert werden.

Lewe erklärte, was der Stand der Dinge derzeit ist: „Auf der einen Seite steht der Bund“, also das Gewinnmaximierungsinteresse der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), „auf der anderen Seite stehen unsere kommunalen Interessen.“ Im Rat soll jetzt eine Rahmenvereinbarung beschlossen werden, die beide Interessen in Balance bringt. Die Stadt habe dabei einen Trumpf: „Wir haben das Baurecht.“

Die Konversion wird Chefsache. Lewe selbst leitet den zuständigen Lenkungskreis, „es ist zu wichtig“, begründet Lewe, „extreme Anforderungen“ treffen auf „riesige Chancen“.

Aber warum gibt es dann keinen internationalen Planungswettbewerb, stattdessen „nur“ Kompetenz aus Münster? Das wollten gleich mehrere Bürger wissen. Lewe sagt: „Bevor mit der BImA nichts geregelt ist, nutzt uns der schönste Masterplan nichts.“ Und Münster habe frühere Konversionen „hervorragend“ gemeistert.

►So geht es weiter: Im Sommer oder Herbst sollen Bürger Gelegenheit bekommen, sich einmal das Gremmendorfer Kasernengelände anzuschauen. Bereits am 17. April findet eine große Bürgerversammlung zur Konversion um 18 Uhr bei der Westfalenfleiß statt – dann präsentiert die Verwaltung auch die Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung in Workshops.

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