Erntedankgottesdienst auf dem Hof Vornholt.
Stadtdechant warnt vor Stimmungsumschwung

Münster-Angelmodde -

Dem Fremdenhass erteilte Stadtdechant Jörg Hagemann eine klare Absage.

Montag, 28.09.2015, 22:09 Uhr

Gut besucht Gut besucht war der Erntedankgottesdienst auf dem Hof Vornholt.
Gut besucht Gut besucht war der Erntedankgottesdienst auf dem Hof Vornholt. Foto: Kretzschmar

„Das gebrochene Brot an die Menschen zu geben, denen es schlechter geht“ – dies war die klare Botschaft des diesjährigen Erntedankgottesdienstes der Gemeinde St. Nikolaus auf dem Hof Vornholt. Bei strahlend blauem Himmel und herrlichem Sonnenschein verfolgten viele Gläubige am Sonntagmorgen die Predigten von Pfarrer Klaus Wirth und Stadtdechant Jörg Hagemann unter freiem Himmel.

Hagemann, der auch Pfarrer in St. Nikolaus ist, mahnte an, die Ressourcen dieser Erde im Sinne der Schöpfung gerecht zu verteilen und als Christ dem Menschen mit Achtung zu begegnen. Damit schloss er sich der Botschaft des Papstes Franziskus an, der in seiner „Laudatio si“ soziale Gerechtigkeit einfordere.

Der Stadtdechant warnte in seiner Predigt vor einem Stimmungsumschwung in der Flüchtlingsfrage. „Ich kann die Angst der Menschen verstehen, aber den Hass nicht nachvollziehen“, erklärte er und erinnerte an über 800, meist bösartige Kommentare, mit denen rechtsgerichtete Kreise auf eine Aussage von Ruhrbischof Dr. Franz-Josef Overbeck reagiert hätten. Der Bischof hatte gesagt: „So wie die Flüchtlinge ihre Lebensgewohnheiten ändern müssen, werden auch wir es tun müssen.“ Den Erntedankgottesdienst begleitete Thorsten Schwarte am Klavier. Ebenfalls auf dem Gelände des Hofes Vornholt hielt Pastoralreferent Richard Schu-Schätter zur gleichen Zeit einen Wortgottesdienst für Kinder mit ihren Eltern ab.

Nach den Gottesdiensten hatten die Besucher Gelegenheit, bei Essen und Trinken gemütlich beieinander zu sitzen.

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