Versammlung der Angelmodder Ortsunion
Strategische Planung anstoßen

Münster-Angelmodde -

OB Markus Lewe ist auf der Versammlung der Ortsunion Angelmodde für seine 35-jährige Mitgliedschaft geehrt worden.

Samstag, 12.03.2016, 07:03 Uhr

In einem seiner „Kreißsäle“ ehrte die Ortsunion „ihren“ Oberbürgermeister Markus Lewe für 35 Jahre Mitgliedschaft: Christoph Damwerth (Mitte) und Heinz-Georg Buddenbäumer übernahmen die Aufgabe.
In einem seiner „Kreißsäle“ ehrte die Ortsunion „ihren“ Oberbürgermeister Markus Lewe für 35 Jahre Mitgliedschaft: Christoph Damwerth (Mitte) und Heinz-Georg Buddenbäumer übernahmen die Aufgabe. Foto: anh

Frisch aus Berlin heimgekehrt traf Markus Lewe, Oberbürgermeister und Angelmodder, in der Gaststätte „Strandhof“, „in einem meiner Kreißsäle“, pünktlich zur Mitgliederversammlung der Ortsunion Angelmodde ein.

Lewe will eine strategische Planung für Angelmodde anstoßen und traf sich damit mit dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Franz-Josef Ruwe: Es müsse in den Finanzen Münsters zugunsten der Außenbezirke umgeschichtet werden. Ruwe sah Angelmodde bei Kitas unterversorgt. Es soll eine Bürgerversammlung geben, um über einen Dorv-Laden am Kardinal-von-Galen-Platz zu beraten. „Dorv“ steht für Dienstleistung und ortsnahe Rundum-Versorgung. Fahrradwege müssten wetterunabhängige Beläge bekommen. „Ich will nicht dreckig zur Arbeit kommen“. Es sei „noch nicht so richtig in der Stadt verankert“, das Rad als Verkehrsträger ernst zu nehmen. Lewe hatte den hohen Radler-Anteil am Verkehr gelobt, aber auch das Problem benannt: Bei Regen steigen viele ins Auto. Die wachsende Stadt stoße schon ohne Großbaustellen wie am Kanal an Grenzen.

Beim Wohnungsbau solle es nicht um Wohnraum speziell für Flüchtlinge gehen, sondern „um bezahlbaren Wohnraum für alle“, so Lewe.

Er kritisierte Dämmvorschriften. Auch beim Kita-Bau müsse man umdenken: „Wir werden sicher auch in die Höhe bauen.“ Es gebe eine „eklatante Unterversorgung am Erlenbach“. An die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) appellierte er im Blick auf die ehemaligen Briten-Wohnungen: „Zerstört dieses Vertrauen nicht!“ Verkäufe zum Höchstgebot seien unvereinbar mit bezahlbarem Wohnraum. Das Erschließen des Kasernengeländes solle 2018 beginnen.

128 Mitglieder zählt die Ortsunion, gekommen waren 22 - inklusive Vorstand und „dem einzigen Bauern im Rat, Heinz-Georg Buddenbäumer. „Der Vorstand und ein paar Männekes, das ist doch nichts“, schimpfte ein Mitglied. Anerkennung für 45 Jahre Mitglied gab es für Hermann Schnieder, für 35 Jahre für Lewe.

Die Ortsunion plant noch an ihrem Programm. „Unter Vorbehalt“, so der Vorsitzende Christoph Damwerth, steht eine Bus-Stadtrundfahrt. Dank gab es für Engagement im Wahlkampf. Ausgegeben hat die Ortsunion laut Ingrid Neuhaus dafür etwa 330 Euro.

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