Ökumenischer Arbeitskreis organisierte ungewöhnlichen Start des Reformationsjubiläums
Biblisches Menü in sieben Gängen

Münster-Angelmodde -

„Der wahre Schatz der Kirche ist das hochheilige Evangelium von der Herrlichkeit und Gnade Gottes“, sagte Martin Luther in seiner 62. These, die er am 31. Oktober 1517 veröffentlichte. An die guten Quellen zu erinnern, sei ein dringender Mahnruf, der noch heute gilt. Annethres Schweder vom Organisationsteam des Ökumenischen Arbeitskreises Münster-Süd-Ost machte Mut, sich an die positiven Quellen zu begeben und sich zu laben. Das taten denn auch die rund hundert Gäste, die anlässlich der Eröffnung des Reformationsjubiläums an einem biblischen Essen in sieben Gängen im Gasthof Strandhof teilnahmen.

Mittwoch, 02.11.2016, 00:11 Uhr

Die Eröffnung des Reformationsjubiläums f
Die Eröffnung des Reformationsjubiläums f Foto: hk

Das gemeinsame Essen in sieben Gängen sei nicht ein Beiwerk zum Glauben, sondern Glaubensausdruck und -vertiefung durch das Erleben mit allen fünf Sinnen. Warum sieben Gänge? Heinz-Willi Kehren , der die Veranstaltung moderierte, sprach von der Zahl der Voll­endung. Es sei spannend zu lesen, so Kehren, dass in der Bibel von der ersten bis zur letzten Seite erzählt wird, wie Menschen miteinander essen und wie Menschen auch von Gott zu einem gemeinsamen Mahl zusammen geführt wurden.

Bei dem „Biblischen Essen“ wurden nur Speisen kredenzt, die in der Bibel genannt werden. Bitterkräuter galten als Zeichen für die Bitternis des Lebens. So gab es an dem Abend etwa Endivien oder Rucola.

Zu jedem der sieben Gänge erzählte Heinz-Willi Kehren biblische Geschichten, die einen Bezug zu den Speisen herstellten. An das „Land, in dem Milch und Honig fließen“, erinnerte der erste Gang. Es gab warme Milch mit Honig, dazu Wachtelei auf Endiviensalat. Dabei stand das Wachtelei im Buch Moses für jene Wachteln, die das Volk Gottes nach einem Windstoß aufsammeln konnte.

Weitere Bezugsgrößen gaben Ziegenkäse, Rote Linsen, Ezechiels Mehrkornbrot mit Wasser und Wein, Fisch, Rinderbraten und Granatapfel. Das Rind stand für Gastfreundschaft, der Granatapfel für ein Liebeslied und für die sieben Reichtümer Israels. Den Gästen hat es gefallen. Bei musikalischer Untermalung durch Keyboarder Andreas Bibersdorf fanden evangelische und katholische Glaubensbrüder und -schwestern zusammen.

Geselligkeit, Gebet und Geschichten beim gemeinsamen Essen zu verbinden, gefiel der Presbyterin der Christusgemeinde, Monika Wittig . „Eine gute Idee, dass man hier zusammensitzt“, sagte Christina Schulte, die alle vier Wochen das ökumenische Friedensgebet besucht.

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