Rapides Schrumpfen der Bevölkerungsanteile, die Plattdeutsch sprechen.
Immer weniger sprechen Platt

Münster-Angelmodde -

Eines wurde auf der Versammlung der Angelmodder Heimatfreunde sehr deutlich: Es gibt war eine gute Kassenlage, aber auch große Nachwuchssorgen.

Freitag, 18.11.2016, 06:11 Uhr

An Zahlenbeispielen belegte Professor Helmut Spieker auf der Jahreshauptversammlung der Angelmodder Heimatfreunder das Schrumpfen der Bevölkerungsanteile, die Plattdeutsch verstehen oder aktiv sprechen.
An Zahlenbeispielen belegte Professor Helmut Spieker auf der Jahreshauptversammlung der Angelmodder Heimatfreunder das Schrumpfen der Bevölkerungsanteile, die Plattdeutsch verstehen oder aktiv sprechen. Foto: anh

Ihre Jahreshauptversammlung garnierten die Heimatfreunde Angelmodde mit einem Vortrag über „Niederdeutsche Schriftlichkeit in der Öffentlichkeit“.

Professor Helmut Spieker vom Zentrum für Niederdeutsch im Germanistischen Institut der WWU Münster spürte nicht nur den teilweise aus den plattdeutschen Namen auf Straßenschildern nach, sondern auch Sinnsprüchen etwa an Fachwerkhäusern oder Traditionsbetrieben. Seine Zahlen zeigten ein rapides Schrumpfen der Bevölkerungsteile, die Platt verstehen oder aktiv sprechen: Der Anteil letzterer lag 2007 in NRW bei zwei Prozent: „Das ist gar nichts“.

Finanziell steht der Verein gut da, so Schatzmeisterin Margit Lass . Die Beiträge decken in etwa die Ausgaben für den Erhalt und Unterhalt des Gallitzin-Hauses. Ein großer Ausgabenposten entfällt auf den Druck der Chroniken.

Marode ist das Gartenhäuschen, das Tische und Stühle aufnimmt. Ein neues müsse her, zudem eine Drainage, die das Regenwasser von ihm fernhält.

Der Vorstand wurde entlastet. Zum neuen Kassenprüfer für zwei Jahre wählten die drei Dutzend Teilnehmer Werner Nolting: „Ich mache das gerne“.

Unter den Anwesenden begrüßt wurde der Stadtheimatpfleger Heinz Heidbrink und das neue Mitglied Mark Marwitz. Beigetreten ist in diesem Jahr auch Monika Gieseler. 134 Mitglieder zähle der Verein, so sein Präsident, Engelbert Honkomp, die meisten seien zwischen 70 und 80 Jahren alt.

„Wir brauchen neue Mitglieder, sonst hat sich der Verein in zehn Jahren fast erledigt“, machte Hongkomp eine bedenkenswerte Bestandsaufnahme. Sein Schriftführer Wolfgang Echelmeyer appellierte an die Mitglieder, ihre Kinder zu fragen, was sie denn vom Verein erwarten, damit sie Lust hätten, sich in ihm zu engagieren?

Die nächste Vernissage findet am 12. Februar statt, so Uschi Dillmann. Zuvor gibt es am 3. Dezember (Samstag) die Aktion „Kunst im Advent“ mit elf Künstlern Angedacht sind ferner laut Honkomp plattdeutsche Lesungen, eine Radtour und Erzählungen aus den inzwischen 24 Chroniken der Heimatfreunde.

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