Bima verhandelt mit Investor über Britenhäuser am Albersloher Weg
Filetstück vor dem Verkauf

Münster-Angelmodde -

Die letzte Konversionsfläche im Stadtteil Angelmodde steht vor dem Verkauf. Die 14 Einfamilienreihenhäuser zwischen Schlesienstraße und Albersloher Weg stehen leer. Die Verhandlungen mit einem Investor sind in vollem Gange, ziehen sich aber wegen einer planungsrechtlichen Besonderheit in die Länge.

Dienstag, 03.01.2017, 19:01 Uhr

Alle 14 Einfamilienreihenhäuser zwischen Schlesienstraße und Albersloher Weg stehen derzeit leer. Die Fläche ist seit dem Herbst vergangenen Jahres auf dem Markt. Die Verhandlungen mit einem Investor sollen im Februar abgeschlossen sein.
Alle 14 Einfamilienreihenhäuser zwischen Schlesienstraße und Albersloher Weg stehen derzeit leer. Die Fläche ist seit dem Herbst vergangenen Jahres auf dem Markt. Die Verhandlungen mit einem Investor sollen im Februar abgeschlossen sein. Foto: mlü

Es ist die prominenteste Konversionsfläche im Stadtteil Angelmodde – die Reihenhäuser im Bereich der Schlesienstraße sind vom viel befahrenen Albersloher Weg gut einsehbar und vor allem für ihre großen, umzäunten Gärten bekannt. Eigentlich sollten diese Britenhäuser bereits verkauft sein – das Filetstück an der Bushaltestelle Pommernstraße ist seit Herbst auf dem Markt.

„Das Verfahren hat sich jedoch wegen planungsrechtlicher Besonderheiten in die Länge gezogen“, berichtet Peter Waanders von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben ( Bima ). Für die Fläche gibt es nämlich keinen Bebauungsplan, der normalerweise bestimmt, mit welcher Nutzung, in welcher Lage, bis zu welcher Höhe, in welcher Gestalt – und so weiter – ein Grundstück bebaut werden kann. Der zukünftige Eigentümer kann sein Vorhaben also nicht auf Grundlage eines Beschlusses planen, sondern muss über jedes Details direkt mit der Stadt Münster verhandeln. „Gemäß Paragraf 35 Baugesetzbuch ist der Ermessensspielraum der Stadt Münster maßgeblich“, erläutert Waanders, der Verkaufsleiter der Bima.

Tatsächlich gebe es einen konkreten Interessenten, die Verhandlungen sind auf der Zielgeraden. „Im Februar sehen wir klarer“, stellt Waanders in Aussicht. Was passiert auf der Fläche? Von Anfang an war von einem Abriss und dem Neubau von Mehrfamilienhäusern die Rede – zwingend muss es dazu aber nicht kommen. Wie gesagt: Das ist alles Verhandlungssache. Die Stadt Münster habe jedoch ein großes Interesse daran, die attraktive Fläche möglichst zu verdichten, um der Wohnungsnot im Stadtgebiet ein Stück weit Herr zu werden. „Ich vermute sehr stark, dass wir eine Verdichtung erleben werden“, lässt auch Waanders durchblicken. Der Abriss der 14 Einfamilienhäuser ist damit aber noch nicht ausgemacht – in den großen Gärten wäre genug Platz für weitere Wohngebäude. Alle 14 Einfamilienreihenhäuser stehen derzeit leer. „Da gibt es also keine Probleme, die zu einer weiteren Verzögerung der Vermarktung führen könnten“, erläutert Waanders. Zwischenzeitig waren einige Häuser an das Studentenwerk vermietet, welches dort zeitweise Wohngemeinschaften eingerichtet hatte.

An der benachbarten Ostpreußenstraße ist bereits rege Bautätigkeit an den dortigen ehemaligen Britenhäusern zu beobachten. Die Doppelhaushälften gelten als sanierungsbedürftig – viele neue Eigentümer haben derzeit einen Kran auf dem Grundstück stehen und lassen das Dach neu dämmen und andere Instandsetzungsarbeiten durchführen.

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