Baumaßnahme hatte für einige Verärgerung gesorgt
Was lange währt, wird endlich gut

Münster-Angelmodde -

Angelmodde-Dorf ist jetzt nach erheblichen Verzögerungen als letzter Stadtteil Münsters komplett mit Gas versorgt.

Freitag, 25.08.2017, 05:08 Uhr

„Tür zu“: Bauarbeiter René Klapper schloss gestern schon einmal symbolisch die Tür eines der Baufahrzeuge: Die Verlegung des Gasleitungen in Angelmodde-Dorf ist abgeschlossen.
„Tür zu“: Bauarbeiter René Klapper schloss gestern schon einmal symbolisch die Tür eines der Baufahrzeuge: Die Verlegung des Gasleitungen in Angelmodde-Dorf ist abgeschlossen. Foto: na

Es gab zwar keinen Trommelwirbel, aber Bauarbeiter René Klapper schloss gestern schon einmal symbolisch die Tür eines der Baufahrzeuge, die seit Mai 2016 im Einsatz waren, um im Ortskern von Angelmodde-Dorf die letzten Haushalte mit Gas zu versorgen. Diese mit reichlich Verzögerungen verlaufene Baumaßnahme ist nun so gut wie abgeschlossen. Nur zwei, drei Haushalte seien es noch, die am Kirchplatz versorgt werden müssten, erklärte Klapper, der von Beginn an bei nun über ein Jahr dauernden aufwendigen Straßenbauarbeiten dabei war.

Als im Mai 2016 die ersten Gräben an der Angelstraße ausgehoben wurden, begann gleichzeitig der Endspurt der Stadtwerke, mit Angelmodde auch den letzten Zipfel Münsters komplett und endgültig an das Gasnetz anzuschließen. „Es ist schon etwas ungewöhnlich, dass ein Stadtteil erst jetzt auf dem Weg ist, angeschlossen zu werden, erklärte damals dazu Florian Adler , Sprecher der Münster-Netz GmbH, einer Tochtergesellschaft der Stadtwerke. Nur Gelmer sei, so seine Auskunft im vergangenen Jahr, bis dato unversorgt.

Vier Monate, also bis Mitte September 2016, sollten die Bauarbeiten rechts und links der Angelstraße dauern. Sie erstreckten sich über eine Länge von 400 Metern und wurden in fünf Abschnitten zu je etwa 80 Metern durchgeführt. Eine einspurige Verkehrsführung, die durch eine Ampel geregelt wurde, war unumgänglich.

Die Rohrverlegung zog sich dann aber kontinuierlich in die Länge. Aus September wurde Oktober, dann November, dann Dezember und schließlich Januar 2017. Dann wurde zwar die Straße ohne Einschränkung wieder frei befahrbar, aber die Gräben an der Straßenseite blieben. Einer der Gründe: Es mussten noch die parallel zu den Gasleitungen neu verlegten Wasserrohre durchgespült werden. Diese Neuverlegung der Rohre habe, so berichtete Klapper, ohnehin zu einigen ungeplanten Verzögerungen geführt.

Andere Gründe kamen aber auch zum Tragen: So war eine Ampelanlage, die laut Ordnungsamt in Nebenstraßen eingesetzt werden muss, wenn diese auf eine ampelgeschaltete Straße trifft, zum notwendigen Zeitpunkt nicht verfügbar. Und es ruhten die Bautätigkeiten im Sommer gänzlich für drei Wochen, weil die Ersatzkolone aufgrund eines Einsatzes im Notdienst „nicht verfügbar“ war, so die Erklärung der Stadtwerke damals.

Im Frühjahr begann dann die letzte Etappe auf dem Kirchplatz rund um die St.- Agatha-Kirche. Und gestern war es Anlieger Christoph Damwerth nun noch vorbehalten, die notwendigen Durchbrüche in seinen Keller zu schlagen und den Zugang für die Gasleitung zu schaffen, die nun den Schlusspunkt hinter die Komplettversorgung von Angelmodde-Dorf setzen wird.

„Ich freue mich, jetzt endlich auf eine Gasversorgung umsteigen zu können“, macht Damwerth deutlich, dass sicher nicht nur von ihm ein Ende des „Diaspora -Daseins“ schon lange herbeigewünscht wurde ist.

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