Neues aus dem Gallitzinhaus
Signiert mit „Amalia van Elten“

Münster-Angelmodde -

Neue Kunst-Ausstellung im Gallitzinhaus kommt ansonsten ohne Bezug zur Fürstin Amalia aus.

Montag, 19.02.2018, 12:02 Uhr

Uschi Dillmann (M.) präsentiert die beiden Künstlerinnen Gabriele Medding und Gabriele Spitthöver, die bis zum 2. April ihre Werke im Gallitzin-Haus zeigen.
Uschi Dillmann (M.) präsentiert die beiden Künstlerinnen Gabriele Medding und Gabriele Spitthöver, die bis zum 2. April ihre Werke im Gallitzin-Haus zeigen. Foto: anh

Die Heimatfreunde Angelmodde haben einiges vor im Jahr 2018, auch Ungesehenes. Am Samstag öffnete die erste von drei Kunst-Ausstellungen im Gallitzinhaus.

Irrealistisch-visionäre Element hat der Pinsel der Coesfelderin Gabriele Medding in jenem Bild eingefangen, das den Blick aus dem Fenster ins real Grüne zeigt, wo aber mittig eine Blonde zur anderen Seite schaut – eine übernatürlich große Blüte zieht den Blick auf sich.

Medding malt nicht nur, die diplomierte Kreativ-Therapeutin ist kunsthandwerklich schöpferisch: Alben mit Leder und Applikationen als adretter Rahmen für Liebgewonnenes. Bestechend ist im ersten Stock das großformatige Gemälde der zweijährigen Tochter, dessen Strahlen das ganze Format füllt.

Signiert hat Medding die Werke mit „Amalia van Elten“ – das ist kein Bezug auf die Fürstin Amalia von Gallitzin, quasi Gastgeberin der Ausstellung, sondern der Name von Meddings Großmutter – von der müsse sie wohl die künstlerischen Gene haben, meint Medding. Die führten zur Arbeit als Kunst- und Sozialpädagogin an Grundschulen, darunter 16 Jahre in Berlin-Kreuzberg. Und von da in die weite Welt, zu Ausstellungen in China und Japan, Österreich und den Niederlanden. Wie das kam, fragt Uschi Dillmann ? „Durch Zufall, man hat mich gefragt.“

Ganz anders ist der Bezug Gabriele Spitthövers zur Abstraktion. Die meisten Werke der Münsteranerin kombinieren Textauszüge, kurze Zitate von Oscar Wilde bis Goethe, mit kleinformatigen Foto-Motiven aus Münster: der Hafen, der Prinzipalmarkt, das Schloss – das ganze eingerahmt von frei abstrakt gestalteten Fläche mit jenen typischen, die Werke verknüpfenden Reihen von Quadraten.

Fenster, durch die man nicht blicken kann? Da ist ein Appell, das Glück im Jetzt zu aufzuspüren, Titel wie „Licht an“, „Echte Kerle“, „Mädels“. Mancher Text steht Kopf – ob die Mühe für Auge und Nacken auf Tieferes verweisen soll? Inspiriert sei sie von Gerhard Richter und Alexander Jeanmaire.

Zu sehen ist die Ausstellung bis zum 2. April. Die Heimatfreunde öffnen auch am Ostermontag von 12.30 bis 17 Uhr die Tür des Gallitzin-Hauses.

„Mehr Leben“ ins Haus zu holen ist ein Anliegen Uschi Dillmanns, im Vorstand zuständig für die Kunstausstellungen. In Planung ist für den Sommer eine „Kunstmeile“, die nach jetziger Planung gleich an zwei Tagen Kunst und diverse Angelmodder Orte verbinden soll.

Die Heimatfreunde Angelmodde besichtigen am 5. April den Mühlenhof; für den 12. Mai bereiten drei Künstler aus Wolbeck und Angelmodde, Ralf Bistrick, Joachim Buchmann und Jörgen Potthoff, eine Ausstellung im Gallitzinhaus mit Bildern und Skulpturen vor.

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