Schlesienstraße: Investor stellt erste Pläne für Bima-Grundstück vor
Chance auf ein Quartierszentrum

Münster-Angelmodde -

Die Gerüchteküche brodelt: Was passiert auf der letzten verbliebenen Konversionsfläche des Stadtteils Angelmodde-West? Der Investor stellt nun erste Planungen vor.

Donnerstag, 12.04.2018, 18:04 Uhr

Auf dem 6000 Quadratmeter großen Grundstück entlang des Albersloher Weges in Angelmodde-West sollen eine Seniorenwohngemeinschaft, 54 Wohnungen sowie zwölf Reihenhäuser in Dreiergruppen entstehen. Fertig soll alles im Frühjahr 2020 sein.
Auf dem 6000 Quadratmeter großen Grundstück entlang des Albersloher Weges in Angelmodde-West sollen eine Seniorenwohngemeinschaft, 54 Wohnungen sowie zwölf Reihenhäuser in Dreiergruppen entstehen. Fertig soll alles im Frühjahr 2020 sein. Foto: GAP-Architekten / Loomn

Nach dem Sturmtief Friederike wurde kurzer Prozess mit den Bäumen im Bereich der Schlesienstraße und des Albersloher Weg gemacht. Normalerweise ein untrügliches Zeichen dafür, dass bald mit Bauaktivitäten zu rechnen ist. Und tatsächlich: In diesem Jahr soll es losgehen.

Die 14 ehemaligen Britenreihenhäuser zwischen Schlesienstraße und Albersloher Weg werden derzeit von Zwischenmietern bewohnt. Die Hubert Nabbe GmbH hat das Grundstück erworben und die Architekten GAP mit der Planung beauftragt. Eine positiv beschiedene Bauvoranfrage der Stadt Münster liegt nach Informationen unserer Zeitung vor. Zurzeit ist die Baugenehmigung in Bearbeitung. Nach Plänen der Firma Nabbe soll im Herbst mit dem Bau begonnen werden.

Warum es so lange still um das Filetstück am Albersloher Weg geblieben ist, hängt mit einer planungsrechtlicher Besonderheit zusammen. Für die Fläche gibt es keinen Bebauungsplan, der normalerweise bestimmt, wie ein Grundstück bebaut werden kann. Stattdessen muss ein Bauherr gemäß Paragraf 35 Baugesetzbuch mit der Stadt Münster in Verhandlung treten.

Ein weiterer Grund, warum die anfängliche Investorensuche schleppend war: „Die Fläche war extrem teuer – beinahe unverschämt, was die Bima dort gemacht hat“, ärgert sich Architekt Christian Greve . Der Druck, das Grundstück möglichst eng zu bebauen, ist jetzt natürlich groß – der Investor und das Architekturbüro wollen jedoch einen Königsweg beschreiten: „Alles wird sehr kompakt, dadurch wird der Wohnraum aber auch günstig“, so Greve. Entstehen soll eine vernetzte Hofarchitektur und ein abgestufter Baukörper mit Tiefgarage. Thomas Nabbe, Geschäftsführer der Firma Nabbe, wirbt: „Wir wollen heute schon den Wohnraum bauen, der zukünftig am Markt gefragt sein wird.“

Außerdem will der Bauherr mit Lebendigkeit punkten. Entsteht hier ein regelrechtes Quartierzentrum? Jedenfalls sehen die aktuellen Planungen einen Quartiersplatz an der Kreuzung zum Albersloher Weg vor sowie Raum für einen Allgemeinmediziner und vielleicht sogar einen Bäcker oder Kiosk. Angeschlossen an eine ambulant betreute Seniorenwohngemeinschaft ist ein „Quartierssaal“, der „vielleicht auch für den ganzen Stadtteil geöffnet werden kann“, könnte sich Greve vorstellen. Planungsänderung vorbehaltlich – doch alleine die vage Aussicht auf einen Versammlungsraum dürfte manchen Verein ins Träumen bringen.

Der große Grünstreifen sm Albersloher Weg gehört noch zum Portfolio der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, soll aber in den Besitz der Stadt Münster übergehen und als Reservefläche für einen möglichen Ausbau des Albersloher Weges vorgehalten werden.

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