Verkehrssituation an der Eichendorffstraße spitzt sich zu
Anwohner schlagen Alarm

Münster-Angelmodde -

Die Anwohner der Eichendorffstraße schlagen Alarm: Schon jetzt herrsche morgens Chaos, wenn Eltern ihre Kinder direkt vor der Eichendorff-Grundschule mit dem Auto absetzen, anstatt den Parkplatz am Schütthook zu benutzen. Wie soll das erst werden, wenn jetzt in der Nachbarschaft die Bauarbeiten für eine zweite Kita mit fünf Gruppen starten?

Samstag, 14.04.2018, 16:04 Uhr

Die Anwohner sorgen sich um ihre Kinder, die nachmittags auf der Straße spielen – denn die geplante zweite Kita in der Nachbarschaft wird die Verkehrsprobleme wohl verschärfen. SPD, FDP, Grüne und Piraten wollen prüfen lassen, ob Fahrbahnschwellen helfen könnten.
Die Anwohner sorgen sich um ihre Kinder, die nachmittags auf der Straße spielen – denn die geplante zweite Kita in der Nachbarschaft wird die Verkehrsprobleme wohl verschärfen. SPD, FDP, Grüne und Piraten wollen prüfen lassen, ob Fahrbahnschwellen helfen könnten. Foto: mlü

„Mangels verkehrsberuhigender Maßnahmen in der Eichendorffstraße wird der große Parkplatz Am Schütthook nur in Teilen berücksichtigt“, heißt es in einem offenen Brief an Politik und Verwaltung. Unterschrieben haben ihn auch die Leiterinnen der Eichendorffschule und des benachbarten Kindergartens.

„Die Eichendorffstraße ist in erster Linie eine reine Wohnstraße mit kleinen Reihenhäusern“, sagen die Anwohner. Sie sorgen sich um ihre Kinder, die nachmittags auf der Straße spielen. Morgens seien außerdem diejenigen Schulkinder gefährdet, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad kommen.

„Gefährdet sind aber auch die älteren Schulkinder, die hier über den Wersewanderweg zum Wolbecker Schulzentrum fahren“, sagt eine Anwohnerin beim Vor-Ort-Gespräch mit Mitgliedern der Bezirksvertretung Südost. Sabine Metzler (SPD), Willi Schriek (FDP), Reiner Borchert (Grüne) und Birgit Hemecker (Piraten) waren sich schnell einig: Eine Fahrbahnschwelle könnte helfen. Besser zwei. Sie verständigten sich darauf, einen gemeinsamen Prüfauftrag an die Stadtverwaltung zu stellen. „Versprechen können wir noch nichts“, baut Schriek vor. Was rechtlich und finanziell möglich sei, entscheide letztlich nicht die Bezirksvertretung.

Die Ironie an der Geschichte lautet: Eine weitere Kindertagesstätte an der Eichendorffschule ist überhaupt nur deswegen nötig, weil die für Alt-Angelmodde vorgesehene Kita aufgrund von Verkehrsproblemen kleiner gesetzt werden musste. Jetzt holt die Verkehrsdebatte auch den Ausweichstandort in der Waldsiedlung ein. Doch auch darin herrschte Einigkeit: Der Kita-Standort an der Eichendorff-Schule sei richtig. Dort werden die Plätze gebraucht und das Verkehrsproblem sei ein anderes – nämlich lösbar.

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