Ralf Bistrick, Joachim Buchmann und Jürgen Potthoff stellen im Gallitzin-Haus aus
Drei Künstler – drei Typen

Münster-Wolbeck -

Drei Künstler, drei Typen – „Typ...isch!“ heißt die Ausstellung, die mit einer kleinen Vernissage im Gallitzin-Haus eröffnete. Sie zeigt Werke von Ralf Bistrick, Joachim Buchmann und Jürgen Potthoff, drei Künstlern aus Angelmodde, Münster und Wolbeck.

Mittwoch, 16.05.2018, 17:05 Uhr

Dreierlei Typen: Joachim Buchmann (v.l.) mit einer Haskenau-Impression, der Wolbeck Jürgen Potthoff mit feinem Ohr für kurios-skurril Umgedrehtes, Ralf Bistrick mit dem Schleusen-Bild.
Dreierlei Typen: Joachim Buchmann (v.l.) mit einer Haskenau-Impression, der Wolbeck Jürgen Potthoff mit feinem Ohr für kurios-skurril Umgedrehtes, Ralf Bistrick mit dem Schleusen-Bild. Foto: anh

Das Vorstandsmitglied der Heimatfreunde Angelmodde Hein Götting führte ein, zunächst in die Geschichte des Künstler-Dorfes und des einstigen Kötter-Hauses, das nun Schauplatz der Ausstellungen und anderer Veranstaltungen des tragenden Vereines ist.

Hier hängen nun zum einen Bistricks großformatige Öl-Arbeiten, teils surreal wirkende Kompositionen, in deren Bilderwelt man sich ausgiebig hineindenken kann. Götting fühlte sich an Dali erinnert. Allerdings malt Bistrick nicht nur, er bearbeitet auch Holz. Gegenüber hängen konkretere Pastell-Arbeiten, naturalistische Ansichten aus Stadt und Land vor allem um Angelmodde. Sodann skulpturale Gebilde von Potthoff. Die Exponate der Drei sind in den Räumen auf beiden Etagen vermischt angeordnet.

Zwei widmen sich der Landschaftsmalerei, aber typisch anders. Bistrick schießt Fotos, etwa an der Schleuse in Münster, wählt aus, lässt sich Druckvorlagen machen, dann malt er daheim. „Der Geist ist da“, meint er, und meint all die Eindrücke, die man mit Ohr, Nase und Auge aufnimmt, aber nicht fotografieren kann.

Viel Zeit vor Ort lässt sich dagegen Buchmann. Er rückt mit der Staffelei an, ob am Dom, an einem Fluss, am Prinzipalmarkt. Und er nimmt sich die Stunden vor Ort. So gewinnt er die Kommentare vieler Passanten – und die Freiheit, aus dem sich im Tages- und Lichtverlauf verändernden Motiv auszuwählen: „Die Schatten male ich zum Schluss.“

Nicht Schatten sondern ganz neues Licht wirft Jürgen Potthoff auf einfache Objekte und Worte. Das Zwei-Buchstaben-Ei, das drei Buchstaben-Ohr – Potthoff variiert und kombiniert, fügt Assoziiertes an – und schafft so manche Überraschung. Aber auch weniger Offensichtliches bietet Potthoff und lädt zum Grübeln und fröhlichen Erfinden ein: Ein weiß gefärbtes Hirschgeweih mit einer roten Clowns-Nase.

Die Ausstellung im Gallitzin-Haus in Münster-Angelmodde, Angelmodder Weg 97 ist bis zum 24. Juni jeweils samstags von 14 bis 17 Uhr sowie sonn- und feiertags von 10.30 bis 17 Uhr zu besichtigen.

Die drei Künstler werden mitmachen bei der „Angelmodder Kunst-Meile“, die für den 30. Juni (Samstag) von 14 bis 18 Uhr und den 1. Juli (Sonntag) von 11 bis 18 Uhr geplant ist.

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