Das historische Gebäude neben der St.-Agatha-Kirche wurde restauriert
Alte Schule in neuem Glanz

Münster-Angelmodde -

Was lange währt. . . Seit dem Sommer des vergangenen Jahres wurde die „Alte Schule“ im Angelmodder Ortskern aufwendig saniert. Sie dient am Kirchort St. Agatha als den Gemeindemitgliedern als Versammlungsraum und Pfarrbücherei. Die Balken an der Giebelfront des Fachwerkgebäudes wurden ergänzt, die Gefache neu ausgemauert. Nach monatelangen Baumaßnahmen ist das Projekt nun fertig gestellt, auch das Gerüst wurde inzwischen abgebaut. Nun strahlt die „Alte Schule“ in neuem Glanz.

Montag, 16.07.2018, 00:00 Uhr

Die „Alte Schule“ in Angelmodde-Dorf wurde aufwendig saniert. Hier ein Foto mit Pfarrer Jörg Hagemann (l.) und Architekt Markus Vieth vor dem Gerüst, das jetzt abgebaut wurde. Inzwischen strahlt die Fassade in neuem Glanz.
Die „Alte Schule“ in Angelmodde-Dorf wurde aufwendig saniert. Hier ein Foto mit Pfarrer Jörg Hagemann (l.) und Architekt Markus Vieth vor dem Gerüst, das jetzt abgebaut wurde. Inzwischen strahlt die Fassade in neuem Glanz. Foto: isa

„Wir freuen uns sehr, dass das Gebäude wieder in gutem Zustand ist“, erklärt der leitende Pfarrer der Großgemeinde St. Nikolaus Münster, Jörg Hagemann. Zwar sehe man keinen gravierenden Unterschied zu vorher. Fakt sei jedoch, dass man alte Gebäude zuverlässig warten müsse, damit sie lange Bestand hätten.

Wie berichtet, hatte der „Gescheckte Nagekäfer“ dem historischen Fachwerkhaus stark zugesetzt. Eingedrungene Feuchtigkeit tat ein Übriges. „Teilweise waren die tragenden Balken regelrecht ausgehöhlt“, erläutert Architekt Markus Vieth . In Abstimmung mit dem Denkmalamt wurden die Gefache herausgenommen, die Fehlstellen der Hölzer ausgeschnitten und mit alten, abgelagerten Eichenteilen ergänzt. Dazu brauchte es versierte Handwerker, die etwa auch die verbindenden Holzstifte, die so genannten „Piggen“, ersetzen konnten.

Da sich die Sanierung hinzog, entschloss man sich im Dezember, die Arbeiten wegen der schlechten Witterung zu unterbrechen. „Für die Putz- und Anstreicharbeiten sind zuverlässige trockene Bedingungen nötig“, so Vieth. Im Frühling dieses Jahres ging es weiter.

„Spannend“ sei es gewesen, die einzelnen Schritte der Arbeiten zu beobachten, erinnert sich Pfarrer Hagemann. „Viele Angelmodder fanden auch die Klinkerfassade sehr schön, die sich in einer früheren Bauphase zeigte.“ Aber zu dem historischen Gebäude gehörten nun einmal verputzte und gestrichene Außenwände.

Insgesamt seien die Schäden größer gewesen als vermutet, blickt Vieth zurück. So habe man die vom Bistum zur Verfügung gestellten 82 500 Euro zunächst für die gravierendste Maßnahme, nämlich die Sanierung der Giebelseite genutzt. Anschließen müsse sich in Zukunft noch eine Instandsetzung der übrigen Wände.

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