Neugier am „Anderssein“
Petersilie gibt es auch in Syrien

Münster-Angelmodde -

Bei der Projektwoche „Wir sind eine Welt“ des Familienzentrums St. Bernhard erzählten Eltern und Kinder von ihrer Lebenswelt

Freitag, 20.07.2018, 08:00 Uhr

Skepsis? Neugier? Die Kleine weiß mit der Erdkugel noch nicht so recht etwas anzufangen – muss sie auch noch nicht. Aber die Projektwoche im Familienzentrum St. Bernhard war sicher ein Beitrag zum besseren Verständnis der Kinder untereinander.
Skepsis? Neugier? Die Kleine weiß mit der Erdkugel noch nicht so recht etwas anzufangen – muss sie auch noch nicht. Aber die Projektwoche im Familienzentrum St. Bernhard war sicher ein Beitrag zum besseren Verständnis der Kinder untereinander.

„Kommst du aus Afrika, du hast so dunkle Haut?“ spricht ein Mädchen, vier Jahre, ein anderes Mädchen, an. Diese hält sich kichernd die Hand vor den Mund und sagt: „Nein, ich komme von ganz weit weg.“

Diese unbefangene, grundlegende Neugier am „Anders-Sein“ und am Anderen gab den Impuls zu der Projektwoche im Familienzentrum St. Bernhard „Wir sind eine Welt“. „In dieser Woche zeigten und erzählten Eltern und Kinder etwas von ihrer Lebenswelt“, heißt es in einer Mitteilung.

Mütter, die den Deutschkurs in der Einrichtung besuchen, erzählten von ihren Heimatländern Syrien, Libanon und Sri Lanka. Frau Muhamad aus Syrien kochte mit ihrem Sohn Butan und vielen begeisterten Kindern gemeinsam in der Küche ein kurdisches Gericht mit Bulgur. Dabei konnten alle entdecken, dass Petersilie nicht nur hier, sondern auch in Syrien wächst. Aber auch an anderen Tagen der Woche zogen wunderbare, fremdländische Gerüche durch die Kita St. Bernhard. So gab es Bananenbällchen und ein scharfes und weniger scharfes Teiggericht aus Sri Lanka und zudem gefüllte Weinblätter aus dem Libanon.

Sunjajanth, ein Junge, der im Sommer die Schule besuchen wird, berichtete im Morgenkreis zu welchen Göttern seine Familie im Hinduismus betet und er zeigte Bilder von ihnen. Außerdem brachte Sunjajanth eine Reis-Linsen-Speise mit, die, wie er erzählte, seine Familie auch mit in den Tempel nimmt.

Viele weitere Aktionen gab es in dieser Woche. So bastelten die Kinder Flaggen verschiedener Länder, tanzten „Simama Ka“, einen Tanz aus Tansania, lernten dabei spielend einige afrikanische Worte, malten ein Selbstbildnis, das sie rund um einen Erdball klebten und immer wieder wurde gemeinsam gesungen.

„In dieser Woche konnten alle voneinander lernen, Verschiedenes, aber auch Gemeinsames entdecken, aber vor allem die Freude am gemeinsamen Erleben miteinander teilen“, resümierte Marion Aupers, Leiterin des Familienzentrums St. Bernhard.

Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5918505?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F134%2F
Aller guten Dinge sind drei
Mehrlinge sind in der Familie von Eva Diepenbrock (kl. Bild) nicht selten. Ihre Geschwister etwa sind Zwillinge. Drillinge, das gab es bislang aber nicht. Bis Lyn (v.l.), Leo und Lia vor 13 Wochen auf die Welt gekommen sind.
Nachrichten-Ticker