Kompromisspaket
Versorgungslücke wird kleiner

Münster-Angelmodde -

Der Rohbau hat schon sehr konkreten Formen angenommen, die Baufortschritte der neuen Kita, die in direkter Nachbarschaft zur Eichendorffschule in Angelmodde West liegt, sind unverkennbar.

Samstag, 28.07.2018, 07:00 Uhr

Die neue Kita (links oben im Bild) erfreut sich einer direkten Nachbarschaft zur Eichendorffschule.
Die neue Kita (links oben im Bild) erfreut sich einer direkten Nachbarschaft zur Eichendorffschule. Foto: Norbert Piontek

Der Rohbau hat schon sehr konkreten Formen angenommen: Die Baufortschritte der neuen Kita, die in direkter Nachbarschaft zur Eichendorffschule in Angelmodde West liegt, sind unverkennbar.

Mit ihrer Fertigstellung ist also wesentlich früher zu rechnen, als mit der Bezugsfertigkeit der geplanten Kita in Angelmodde-Dorf. Hier steht der Baustart erst im November im Terminkalender. Mit der Fertigstellung wird frühestens im Frühjahr 2020.

Nun ist die Entstehungsgeschichte der beiden Kitas nicht unabhängig von ei­nander zu sehen. Im Gegenteil, sie beruht auf dem vor rund zwei Jahren festgestellten und immer akuter und drastischer werdenden Mangel an Kita-Plätzen in Angelmodde. Über 180 Plätze, so hatte man ermittelt, fehlten, ungefähr die Hälfte davon im Bereich für Kinder über drei Jahren, was bei den Bezirksvertretern in Münster-Südost parteiübergreifend für große Unruhe gesorgt hatte. Nicht zuletzt auch deshalb, weil der Bedarf an Kita-Plätzen in Angelmodde-West doch höher lag als in Angelmodde-Dorf.

Der gewählte Standort auf dem Sportplatz der benachbarten Eichendorffschule ist damals Teil ein Kompromisspaketes gewesen. Denn durch die Festlegung auf eine fünfgruppige neue Kita in Angelmodde-West wurde quasi der Weg frei gemacht für den Bau der Kita in Angelmodde-Dorf, die auf einer Wiese unweit der St. Agatha-Kirche entstehen soll und ursprünglich geplant war als eine fünf-Gruppen-Einrichtung.

Die verkehrstechnisch sehr ungünstigen Lage in einer Sackgasse, einhergehend mit einem voraussagbaren Mangel an Parkplätzen hatte sowohl bei Anliegern als auch bei Lokalpolitikern für Unruhe gesorgt. Konsequenz: Die Verwaltung stellte eine neue Planung für eine Kita mit drei Gruppen auf.

Die neue Kindertageseinrichtung an der Eichendorffstraße wird jetzt konkret für fünf Gruppen gebaut, dabei sind 28 U3-Plätze und bis zu 67 Ü3-Plätze vorgesehen. Damit wird sich in absehbarer Zeit die Versorgungslücke ein wenig schließen.

Rund drei Millionen Euro kostet es die Stadt die neue neue Kita, die vermietet werden und von einem freien Träger betrieben werden soll.

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