Ausstellung „Alltägliches“ von Katharina Kluge ab Sonntag im Kunsthaus
Alltägliches und muntere Ziegen

Münster-Angelmodde -

Katharina Kluge hat eine gute Beobachtungsgabe: „Ich gehe mit offenen Augen durchs Leben.“ Allzu Menschliches überträgt die Autodidaktin mit einem Augenzwinkern auf die Tierwelt. Da trägt die stolze Gans eine überdimensionale Schleife, die Hühner haben elegant ihre Fußnägel lackiert und die Ziegen fallen sichtlich aus jedem Rahmen. Zu sehen ab Sonntag (12. August) 11 Uhr (öffentliche Vernissage) im Kunsthaus Angelmodde.

Mittwoch, 08.08.2018, 00:00 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 08.08.2018, 00:00 Uhr
Erinnerungen an ein Rendezvous, muntere Ziegen und eine thronende Katze: Galeristin Hedwig Sölter-Bolte hängt im Kunsthaus Angelmodde die letzten Bilder auf – für die neue Ausstellung „Alltägliches“ von Malerin Katharina Kluge. Zur Vernissage wird die Künstlerin am Sonntag (12. August, 11 bis 13 Uhr) das Kunsthaus persönlich besuchen
Erinnerungen an ein Rendezvous, muntere Ziegen und eine thronende Katze: Galeristin Hedwig Sölter-Bolte hängt im Kunsthaus Angelmodde die letzten Bilder auf – für die neue Ausstellung „Alltägliches“ von Malerin Katharina Kluge. Zur Vernissage wird die Künstlerin am Sonntag (12. August, 11 bis 13 Uhr) das Kunsthaus persönlich besuchen Foto: Peter Sauer

Eine Armbanduhr, ein Schlüsselbund, zwei Weingläser, ein BH, unterschiedlich abgebrannte Kerzen: Dieses Wandregal erzählt die Geschichte eines zurückliegenden Rendezvous. Es steht am Kamin des Kunsthauses Angelmodde. Der Clou: Das Regal mit den Kopfkino auslösenden Utensilien ist zwar zum Greifen nah, aber komplett in Öl gemalt – perfekter Fotorealismus, einer der Stärken von Katharina Kluge .

Die Malerin aus Hövelhof zeigt ab Sonntag (12. August) im Kunsthaus Angelmodde, Angelmodder Weg 80, neue Arbeiten, die fast ausschließlich für die Angelmodder Ausstellung „Alltägliches“ entstanden sind. Wenn man nah genug an die Bilder herangeht, auch um Details wie kleine Mäuse und Wespen auf Abwegen zu erkennen, kann man die frischen Ölfarben noch riechen. Man sieht den sehr lebensbejahenden Bildern an, dass Katharina Kluge mit voller Überzeugung ihrem Handwerk nachgeht. „Ich wusste schon als Kind, das ich Malerin werden will“, sagt sie im Gespräch mit unserer Zeitung, „auch wenn meine Lehrerin mich damals noch auslachte.“ Ihre Eltern unterstützten die gebürtige Hamburgerin, und der Vater ihrer ersten Freundin war ihr erster Lehrer: „Er war Kunstmaler, und bei ihm durften wir schon als Kinder im Atelier arbeiten.“

Katharina Kluge hat eine gute Beobachtungsgabe: „Ich gehe mit offenen Augen durchs Leben.“ Allzu Menschliches überträgt die Hundebesitzerin mit einem Augenzwinkern auf die Tierwelt. Da trägt die stolze Gans eine überdimensionale Schleife, die Hühner haben elegant ihre Fußnägel lackiert und die Ziegen fallen sichtlich aus jedem Rahmen.

Eine Katze thront auf einem Stapel Kissen, „wie eine Prinzessin auf der Erbse“, sagt Kluge, während, noch unentdeckt, eine Maus sich leise heran knabbert.

Im Wintergarten wirken die gemalten Hortensien wie bunt getupfte Kleeblätter und die fotorealistischen Küchenkräuter zaubern den Duft der italienischen Küche in die Nase.

Als Abkühlung bei diesen tropischen Temperaturen dient ein Großformat: Im Obergeschoss hat Katharina Kluge ihre Liebe zum Atlantik und seiner Brandung sehr atmosphärisch eingefangen: „Das Meer strömt eine ganz besondere Kraft aus“, sagt sie. In der Tat. Das energetische Wohlbefinden hat sie perfekter eingefangen, als ein Foto es machen könnte.

Zum Thema

www.kunsthaus-angelmodde.de

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