Löschzug Angelmodde wirbt fürs Ehrenamt
„Die Extreme fordern uns heraus“

Münster-Angelmodde -

Zuerst das Orkantief „Friederike“ im Januar. Dann die Dürre während des Sommers: „Die Wetterextreme fordern uns heraus und nehmen in der Zukunft ja eher zu“, sagt Frank Sölken aus dem Löschzug Angelmodde.

Mittwoch, 15.08.2018, 09:00 Uhr

Freiwillige Feuerwehrleute des Löschzuges Angelmodde üben in einem leer stehenden Haus an der Hiltruper Straße in Wolbeck die Rettung von Personen aus einem verqualmten Keller. Weil das Haus demnächst abgerissen wird, können dabei ruhig Türen und Fenster eingeschlagen werden, wenn es nötig ist.
Freiwillige Feuerwehrleute des Löschzuges Angelmodde üben in einem leer stehenden Haus an der Hiltruper Straße in Wolbeck die Rettung von Personen aus einem verqualmten Keller. Weil das Haus demnächst abgerissen wird, können dabei ruhig Türen und Fenster eingeschlagen werden, wenn es nötig ist. Foto: mlü

Ihr letzter Einsatz führte die Angelmodder zum Aasee in Münster. Nach dem massenhaften Fischsterben kämpft die Feuerwehr dort mit Hochleistungspumpen beharrlich um den restlichen Bestand. Mit dem in Angelmodde stationiertem Mehrzweckboot war der Löschzug daran beteiligt, viele Tonnen tote Fische aus dem Aasee zu bergen.

Die gute Nachricht bei all diesen neuen Herausforderungen aber lautet: „Wir sind gut aufgestellt“, empfindet der stellvertretende Löschzugführer Markus Aland. Die Freiwillige Feuerwehr könne dem sogar einiges entgegenstellen, wie Frank Sölken sagt: „Die Freiwillige Feuerwehr ist eine Gemeinschaft, auf die du dich einfach immer verlassen kannst. Das ist auch extrem.“ Derzeit sind 36 Feuerwehrleute im Löschzug. 50 Ehrenamtliche wären Aland lieber. „Es ist halt gut, wenn sich die Arbeit auf möglichst viele Schultern verteilt – es soll ja Spaß machen und nicht in Stress ausarten.“ Er wirbt: „Das Ehrenamt ist besonders für Neubürger interessant“ – auf diese Weise baue man sich als Dazugezogener sehr schnell ein soziales Netz auf.“

Übung des Löschzugs Angelmodde

1/7
  • Freiwillige Feuerwehrleute des Löschzuges Angelmodde übten in einem leer stehenden Haus an der Hiltruper Straße in Wolbeck die Rettung von Personen aus einem verqualmten Haus. Foto: mlü
  • Freiwillige Feuerwehrleute des Löschzuges Angelmodde übten in einem leer stehenden Haus an der Hiltruper Straße in Wolbeck die Rettung von Personen aus einem verqualmten Haus. Foto: mlü
  • Freiwillige Feuerwehrleute des Löschzuges Angelmodde übten in einem leer stehenden Haus an der Hiltruper Straße in Wolbeck die Rettung von Personen aus einem verqualmten Haus. Foto: mlü
  • Freiwillige Feuerwehrleute des Löschzuges Angelmodde übten in einem leer stehenden Haus an der Hiltruper Straße in Wolbeck die Rettung von Personen aus einem verqualmten Haus. Foto: mlü
  • Freiwillige Feuerwehrleute des Löschzuges Angelmodde übten in einem leer stehenden Haus an der Hiltruper Straße in Wolbeck die Rettung von Personen aus einem verqualmten Haus. Foto: mlü
  • Freiwillige Feuerwehrleute des Löschzuges Angelmodde übten in einem leer stehenden Haus an der Hiltruper Straße in Wolbeck die Rettung von Personen aus einem verqualmten Haus. Foto: mlü
  • Freiwillige Feuerwehrleute des Löschzuges Angelmodde übten in einem leer stehenden Haus an der Hiltruper Straße in Wolbeck die Rettung von Personen aus einem verqualmten Haus. Foto: mlü

Um in Form zu bleiben und die Kameradschaft zu stärken, treffen sich die Mitglieder des Löschzugs jeden Montag für Besprechungen, Fortbildungen oder für eine praktische Übungen. So wie an diesem Montag: Über Kontakte zum Immobilienmakler Oscar Lass durften die Feuerwehrleute in einem leer stehendem Abriss-Haus an der Hiltruper Straße in Wolbeck den Ernstfall simulieren.

Termin

Der Löschzug Angelmodde trifft sich jeden Montag um 19.30 Uhr im Feuerwehrgerätehaus an der Straße Alt Angelmodde 2d. Die Jugendfeuerwehrgruppe III kommt alle 14 Tage an einem Freitag um 17 Uhr zusammen. Der nächste Termin ist am 31. August.

...

Das Szenario: Auf einer Baustelle kommt es zu einer Gasexplosion, mehrere Personen werden vermisst. Dass die Angelmodder nach Wolbeck ausrücken ist dabei gar nicht einmal so unrealistisch: „Es gibt ein Rendezvous-System mit dem Löschzug Wolbeck“, so Aland. „Wir rücken tagsüber gemeinsam aus.“

Wer an diesem Montag mit Pressluftatemgeräten ins Haus geht, entscheidet die Übungsroutine: Die Feuerwehrleute müssen eine bestimmte Anzahl Stunden unter einem Atemgerät nachweisen. Wer die wenigsten Übungsstunden auf dem Zettel hat, muss diesmal an die Front. Auch wenn es den Feuerwehrleuten eine besonders hartnäckige Kellertür schwer macht: Am Ende des Abends sind die beiden „Vermissten“ gerettet.

Anzeige
Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5975578?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F134%2F
Archäologische Untersuchungen in Handorf
Die eisenzeitliche Urne wurde in Hornheide entdeckt und zeichnerisch dokumentiert. Urnenbestattung war im letzten Jahrtausend vor Christi Geburt üblich.
Nachrichten-Ticker