Heimatfreunde Angelmodde feiern ihr 30-jähriges Bestehen
Der Rest ist Geschichte

Münster-Angelmodde -

Was haben das große Feuer in Angelmodde-Dorf von 1831, ein Schützenverein aus der Nachkriegszeit, die Fürstin von Gallitzin und alte Pfadfinderlieder gemeinsam? Sie gehören auf die eine oder andere Art oder Weise zur Geschichte der Heimatfreunde Angelmodde mit dazu.

Mittwoch, 22.08.2018, 18:30 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 21.08.2018, 20:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 22.08.2018, 18:30 Uhr
Zum 30-jährigen Bestehen der Heimatfreunde soll viel gesungen werden: Ludwig Mädel, Dr. Wolfgang Echelmeyer, Dieter Fischer, Werner Nolting und Engelbert Honkomp üben schon einmal für das Sommerfest am Freitagabend.
Zum 30-jährigen Bestehen der Heimatfreunde soll viel gesungen werden: Ludwig Mädel (v.l.), Dr. Wolfgang Echelmeyer, Dieter Fischer, Werner Nolting und Engelbert Honkomp üben schon einmal für das Sommerfest am Freitagabend. Foto: mlü

Aber noch einmal von vorne. Vor 30 Jahren wurden die Heimatfreunde Angelmodde gegründet. Eine treibende Kraft war damals Wolf Lammers und die Idee, eine Heimatchronik für Angelmodde zu verfassen. Doch für die Drucklegung waren Spenden und Sponsoren notwendig. Spendenquittungen kann aber nur ein eingetragener Verein ausstellen. Der existierende Heimatverein, der Bürgerschützen- und Heimatverein Angelmodde von 1950, war damals allerdings (noch) nicht im Vereinsregister erfasst. Also wurden flugs die Heimatfreunde gegründet.

Das ist also der Grund warum es in Angelmodde heute zwei Vereine gibt, die sich um die Aufarbeitung der Geschichte des Orts und die Brauchtumspflege verdient machen. Enge personelle Überschneidungen gab und gibt es bis heute, Konkurrenz dagegen nicht.

Das große Feuer von 1831: Es war ein heißer Julitag, Nordwestwind, das Feuer breitete sich schnell aus, von Strohdach zu Strohdach. Am Ende waren 14 Häuser zerstört oder schwer beschädigt. Auch der Dachstuhl der St.-Agatha-Kirche wurde beschädigt und konnte nur durch das Eingreifen der Feuerwehr aus Wolbeck und Münster gerettet werden – die ja auch erst einmal zu Fuß oder zu Pferde alarmiert werden musste und eine lange Anreise hatte. Und wo nahm das verheerende Feuer seinen Anfang? Vom damaligen Gallitzin-Haus, berichtet der Vorsitzende der Heimatfreunde Engelbert Honkomp.

Natürlich hieß das heutige Museum am Angelmodder Weg 97 damals noch nicht Gallitzin-Haus. Das in Angelmodde als „Niederhoffs Kotten“ bekannte Haus gehörte damals noch dem Fürsten von Merveldt und nicht der Stadt Münster. Im Jahr 1992 ergriff der Verein die Initiative zur „Totalsanierung“ dieses Hauses. Die Stadt Münster unterstützte das ehrgeizige Projekt mit rund 300 000 DM, weitere 121 000 DM stellte die NRW-Stiftung für Naturschutz, Kultur und Heimatpflege zur Verfügung.

Die eigentliche Arbeit haben zahlreiche ehrenamtlichen Helfer aus allen Angelmodder Vereinen erledigt. „Wir mussten viel mühsame Arbeit erledigen. Eigentlich war das eher ein Neubau“, erinnert sich Gründungsmitglied Ludwig Mädel. Um an das Leben und Wirken der Fürstin Amalie von Gallitzin zu erinnern, wurden die neue Begegnungsstätte gegenüber der St.-Agatha-Kirche nach ihr benannt. Der Rest ist Geschichte.

Und was hat das alles mit alten Pfadfinderliedern zu tun? Nun – diese und andere alte Lieder werden am Freitag (24. August) beim Sommerfest der Heimatfreunde Angelmodde gesungen. Es beginnt um 19.15 Uhr im Garten des Gallitzin-Hauses statt. Auch im Festgottesdienst zum 30-jährigen Bestehen des Vereins um 18.30 Uhr wird viel gesungen.

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