Neue Physiozentrale aufgebaut
Noch einmal einen großen Schritt gewagt

Münster-Angelmodde -

Es gibt so manchen Beruf, der sehr an den körperlichen Kräften zehrt, besonders dann, wenn die Belastung kontinuierlich ist. Da nützt auch die Lust und Freude an der Arbeit irgendwann nichts mehr, eine Erfahrung die auch die Physiotherapeutin Heike Budde gemacht hat und jetzt Konsequenzen gezogen hat.

Freitag, 24.08.2018, 08:00 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 24.08.2018, 08:00 Uhr
In zwei Jahren möchte sich die Angelmodderin Heike Budde aus ihrem Beruf zurückziehen. Doch zuvor hat sie gemeinsam mit dem Wolbecker Patrick Timmermann noch einen großen Schritt gewagt und die Physiozentrale Angelmodde eröffnet.
In zwei Jahren möchte sich die Angelmodderin Heike Budde aus ihrem Beruf zurückziehen. Doch zuvor hat sie gemeinsam mit dem Wolbecker Patrick Timmermann noch einen großen Schritt gewagt und die Physiozentrale Angelmodde eröffnet. Foto: na

1997 hatte sich die Angelmodderin selbstständig gemacht, hatte zunächst eine Hälfte eines Wohn- und Geschäftshauses an der Gallitzinstraße bezogen, mitten im Wohngebiet. Mit einer Mitarbeiterin begann alles. Kleinere Umbaumaßnahmen wurden immer wieder erforderlich. Aufgrund des regen Zuspruchs an Patienten, entschloss sich Heike Budde , die angrenzende Wohnung in Praxisräume umzuwandeln. 2007 war das. In nicht erfreulicher Erinnerung ist ihr dabei geblieben, dass sie, „weil ich Wohnraum vernichtet habe“, 500 Euro pro Quadratmeter an die Stadt zahlen musste.

Statt eines gemeinsamen Weihnachtsessens bezahlt sie für ihre Mitarbeiter je einen Fortbildungskurs, ein ganz wichtiges Element im Beruf des Physiotherapeuten, wie sie sagt. Sie selber hat unter anderem eine Fortbildung in der „Golfphysiologie“ gemacht, eine nicht allzu häufig vorkommende Spezialisierung.

„Es sind zumeist ältere Patienten, die an Knie- oder Hüftbeschwerden leiden und Angst haben, nicht mehr Golf spielen zu können“, berichtetet die Angelmodderin. Ihre Aufgabe sei es dann, diese Beschwerden durch eine spezielle Behandlung, wie zum Beispiel das Tapen an den markanten Stellen, zu lindern.

Vor zwei Monaten hat sie gemeinsam mit dem Physiotherapeuten Patrick Timmermann noch einmal einen wichtigen Schritt gewagt und die Physiozentrale Angelmodde ins Leben gerufen. Nicht nur die Behandlungsräume wurden auf den insgesamt 140 Quadratmetern umgestaltet, auch der Empfangsbereich erhielt ein völlig neues Gesicht. Früher habe die Praxis den Charme der 1980-er Jahre gehabt, sei ihr von einem Patienten erklärt worden, schmunzelt die Angelmodderin. Das sei nun anders. Mit der Eröffnung der neuen Räumlichkeiten hat Heike Budde praktisch den Startschuss zu ihrem Rückzug ins Privatleben gegeben. Denn mit Patrick Timmermann habe sie jenen jungen beruflichen Mitstreiter gefunden, dem sie in zwei Jahren die Praxis überlassen möchte. Er habe den wichtigen Bezug zu jungen Leuten. Und das sicher nicht nur, weil er die Damenmannschaft des VfL Wolbeck trainiert.

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