Agrarministerin sagt Landwirten Unterstützung zu
Hoher Maisanteil vergrößert Sorgen

Münster-Südost -

Statt saftigem Grün nur vertrocknete Blätter, statt kräftigen Kolben nur dunkelverfärbte, von gelben Körnern kaum eine Spur. Keine Frage, der Anblick der zahlreichen Maisfelder in Münster-Südost macht schnell deutlich, wie erheblich die Ernteeinbußen der Landwirte in diesem Jahr sind.

Samstag, 25.08.2018, 08:00 Uhr
Veröffentlicht: Samstag, 25.08.2018, 08:00 Uhr
Wie hier auf einem Feld in Angelmodde-Dorf bietet der Mais allerorten einen trostlosen Anblick.
Wie hier auf einem Feld in Angelmodde-Dorf bietet der Mais allerorten einen trostlosen Anblick. Foto: na

Statt saftigem Grün nur vertrocknete Blätter, statt kräftigen Kolben nur dunkelverfärbte. Von gelben Körnern kaum eine Spur. Keine Frage, der Anblick der zahlreichen Maisfelder in Münster-Südost macht schnell deutlich, wie erheblich die Ernteeinbußen der Landwirte in diesem Jahr sind.

Erlösend für die Betroffenen ist da sicher die jetzt getroffene Entscheidung von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner , den dürregeschädigten Bauern Unterstützung zuzusichern. Mit 340 Millionen Euro soll den Landwirten geholfen werden.

In erster Linie gilt die Unterstützung den Landwirten, die aufgrund der schlechten Ernte Futter hinzukaufen müssen und dadurch in ihrer Existenz bedroht sind. Diese Liquiditätsfälle gelte es abzufangen, erklärt dazu der Angelmodder und frühere Kreislandwirt Heinz Georg Buddenbäumer , der die Entscheidung der Agrarministerin begrüßt. Buddenbäumer zeigt aber auch durchaus Verständnis dafür, dass die Ministerin solange mit ihrer Zusage gewartet hat, bis eine definitive Erntebilanz auf dem Tisch liegt. Die schon zu einem früheren Zeitpunkt von Bauernpräsident Joachim Rukwied geforderte Unterstützung hält Buddenbäumer deshalb für nicht unbedingt angebracht.

„Die Landwirtschaft muss mit Höhen und Tiefen leben. Das ist klar“, sagt Buddenbäumer. Um so mehr halte er es für wichtig, dass es für die Landwirte verstärkt die Möglichkeit geben müsste, finanzielle Rückstellungen bilden zu können. Mit einem Ertragsrückgang von 30 Prozent muss bei der Ernte von Futtermitteln gerechnet werden, zu denen wie Buddenbäuer sagt, der Mais mit einem Anteil von 90 Prozent gehört. Was sich auch auf den Äckern in Münsters Südosten deutlich widerspiegelt. So weiß Landwirt Buddenbäumer von die Betroffenheit der Höfe um ihn herum, in die auch er selbst involviert ist. Er habe eines seiner Maisfelder bereits abgeerntet und als Futter an einen Landwirt mit großen Fütterungsproblemen verkauft. Anderweitig sei der Mais nicht mehr zu gebrauchen gewesen..

Buddenbäumer betont die Notwendigkeit, von Seiten der Landwirtschaft verstärkt Vorkehrungen zum Erhalt der Ressourcen zu treffen. „Wir haben schon einiges Grundlegendes getan“, so der Angelmodder, der Münster und seine nähere Umgebung als eine „reiche Region“ bezeichnet, die mit vielen guten Beispielen schon voran gegangen sei.

Ähnliches zu leisten, könne dagegen von den ärmeren Regionen nicht verlangt werden. „Dass wir damit eine gewisse Verantwortung in dieser Situation übernehmen ist klar und wohl auch selbstverständlich“, erklärt Buddenbäumer dazu.

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