Thema auf Sitzung der Bezirksvertretung Südost
Kontroversen sind programmiert

Münster-Angelmodde -

Die Verkehrsproblematik rund um die geplante Kita in Angelmodde-Dorf ist noch nicht gelöst.

Freitag, 05.10.2018, 22:00 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 05.10.2018, 22:00 Uhr
Nur zwei Schritte und die Bewohner der Häuser Alt Angelmodde 18-22 befinden sich direkt auf der Straße, auf der aufgrund der gegenüberliegenden, geplanten Kita mit viel Verkehr zu rechnen ist.
Nur zwei Schritte und die Bewohner der Häuser Alt Angelmodde 18-22 befinden sich direkt auf der Straße, auf der aufgrund der gegenüberliegenden, geplanten Kita mit viel Verkehr zu rechnen ist. Foto: na

Wie viele Diskussionen hatte es doch schon zwischen dem Stadtplanungsamt und den Bezirksvertretern gegeben, als es darum ging, für den ohnehin nicht gerade beliebten Standort der geplanten Kita in der Straße Alt Angelmodde eine Lösung der dort unbestritten herrschenden Probleme in der verkehrlichen Erschließung zu finden, Stichwort „Sackgassenlage“.

Auf ihrer Sitzung am 19. Juni hatten die Bezirksvertreter mit Bauchschmerzen, wie CDU-Fraktionsvorsitzender Josef Ruwe von sich sagte, weiter auf den Weg gebracht. Die daraufhin von der Verwaltung erarbeitete Beschlussvorlage liegt jetzt den Bezirksvertretern auf ihrer Sitzung am Dienstag (9. Oktober) zur Entscheidung auf dem Tisch.

Es ist eine besonders von von der Vermieterin Vera Duckwitz-Hillmann mit Spannung erwartete Beschlussvorlage, die ihr Antwort darauf gibt, ob der von ihr bei der Verwaltung auf offiziellem Weg angeregte Gehweg vor den Häusern Alt-Angelmodde 18-22 gebaut wird. Sie habe schon eine böse Vorahnung gehabt, sagt sie, als sie sich im Internet die Beschlussvorlage aufrief und die leider bestätigt wurde. „Seitens der Verwaltung wird die Errichtung eines Gehweges vor den Häusern 18-22 nicht befürwortet“, heißt es da. Ein klares Abschmettern, das mit keiner Verbesserung für die Allgemeinheit und einer an dieser Stelle dann ausgelösten Beitragspflicht nach dem Kommunalabgabengesetz (KAG) begründet wird.

Große Bestürzung löst bei der Hiltruperin diese Nichtberücksichtigung besonders deshalb aus, weil sie, wie sie sagt, von Harald Koops vom Stadtplanungsamt bei der Bürgeranhörung zu der Kita am 6. Juni eine feste Zusicherung für den Bau dieses Gehweges bekommen habe. Auch auf der Sitzung der Bezirksvertretung am 19. Juni sei ihr nochmals bestätigt worden, dass dieser Gehweg ohne Anliegerkosten ausgebaut werde.

Für Einrichtung dieses Gehweges, der in ursprünglichen Planungen nicht vorgesehen war, hat Vera Duckwitz-Hillmann vehement gekämpft. Er sollte ihren Mietern die gleiche Verkehrssicherheit geben wie den Kinder der gegenüberliegenden Kita, für die ein Gehweg von Anfang an vorsehen war. Der liegt allerdings, sicher ein beachtenswerter Faktor, auf grundstückeigenem Gelände. „Meine Mieter haben auch kleine Kinder“, erklärt die Hiltruperin, die sich bereits schriftlich per E-Mail an Bezirksbürgermeister Rolf Schönlau, an sämtliche Bezirksvertreter und in einem gesonderten, ausführlicheren Schreiben an Oberbürgermeister Markus Lewe gewandt hat.

In ihrem Schreiben an die Bezirksvertreter weist Vera Duckwitz-Hillmann auf die ihrer Meinung nach ungleiche Behandlung ihrer Mieter und der Kindergartenkinder nachdrücklich hin. Zudem stellt sie zur Diskussion, dass Friedhofsbesucher nur noch außerhalb der Öffnungszeiten der Kita die Parkplätze nutzen können.

Für den Bezirksbürgermeister steht auf jeden Fall fest, dass die Thematik auf der anstehenden Sitzung auf jeden Fall aufgegriffen wird. Er könne sich durchaus vorstellen, dass die Fraktionen, bevor sie in die Sitzung gehen, noch eingehend über die weitere Vorgehensweise in diesem Fall diskutieren werden.

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