Vernissage findet am Sonntag (10. Oktober) statt
Dem Gral auf der Spur

Münster-Angelmodde -

Malerin Ute Hoffmeier zeigt in ihrer Ausstellung „Sichtweise“ im Kunsthaus Angelmodde 30 neue Werke.

Mittwoch, 10.10.2018, 18:28 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 10.10.2018, 08:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 10.10.2018, 18:28 Uhr
Bunter und transparenter sind die neuen Bilder von Ute Hoffmeier: „Ich werde jetzt weicher und kann mich sehr gut spüren.“ Die Vernissage der Ausstellung „Sichtweise“ im Kunsthaus Angelmodde ist am Sonntag (14. Oktober).
Bunter und transparenter sind die neuen Bilder von Ute Hoffmeier: „Ich werde jetzt weicher und kann mich sehr gut spüren.“ Die Vernissage der Ausstellung „Sichtweise“ im Kunsthaus Angelmodde ist am Sonntag (14. Oktober).

Wenn Malerin Ute Hoffmeier ihr Atelier am Hafen betritt, hat sie eine Verabredung mit sich selbst. Dann hält die Münsteranerin tief inne, schließt die Augen und reflektiert ihre inneren Stimmungen, ganz frei von äußeren Beeinflussungsmöglichkeiten. Pur und persönlich. Das Ganze mit spannenden Fragen wie: „Was hat mich in letzter Zeit besonders bewegt“ und „Welche Farben und Strukturen haben eigentlich diese Gefühle?“

Die Antworten darauf sieht man jetzt in der Ausstellung „Sichtweise“, die im Kunsthaus Angelmodde am Sonntag (14. Oktober) mit einer Vernissage beginnt.

30 neue Werke aus den Jahren 2014 bis heute bevölkern die gute Stube, das Kaminzimmer, den Wintergarten und das offene Treppenhaus des urwüchsigen Ackerbürgerhauses. Hoffmeiers Bilder bestehen aus sechs bis acht Mal Schichten, auch weil sie immer wieder neu ansetzt, um – in der Tradition des Philosophen Aristoteles – alle ihre Empfindungen paritätisch auf die Leinwand zu bringen, weil sich Stimmungen und Eindrücke ja auch verändern können.

„Gerne übermale ich Teilbereiche oder nehme Farben wieder herunter, um das Darunterliegende wieder diffus sichtbar zu machen“, erläutert Ute Hoffmeier, während sie mit Galeristin Hedwig Sölter-Bolte die Bilder aufhängt. „So werden untere Schichten wieder aufgebrochen, und ich bin selber neugierig darauf, was sich verändert.“ Spannend ist der Einklang mit unverwischbaren Spuren, die sich, bereits eingetrocknet, schon auf dem Bild verewigt haben.

Dabei verwendet Hoffmeier verschiedenen Materialien wie Spachtelmasse, Acrylfarbe, Leinen, Kaffeeprütt oder Lehm, um offen zu experimentieren. Das macht sie auch mit lebendigen Rottönen, spannenden Pastelltönen und Bodenständigkeit vermittelnden Erdtönen: „Ich möchte den Betrachter mit auf eine Entdeckungsreise nehmen.“ Diese ist spannend, denn – und da kommt der Titel der Ausstellung ins Spiel – hat doch jeder Betrachter seine ganz eigene Sichtweise.

So auch auf die sehr gelungenen Wasserspiegel-Arbeiten (Möhne/Werse), Reiseimpressionen (Karibik/Südafrika) oder die wärmenden Sonnenuntergänge rund um den Kamin.

Ute Hoffmeier arbeitet zwar vorwiegend abstrakt, nie aber ohne biografische Bezüge. So fragt sie im Bild „Heiliger Gral“ nach dem Heiligen in uns, „nach jener Stimmung, wo wir Liebe empfinden.“ Gezeigt wird ein Kelch, der mit dem Gold innerer Glückseligkeit gefüllt ist. Wohl dem, der es versteht, daraus zu kosten.

Zum Thema

Die Ausstellung „Sichtweise“ von Ute Hoffmeier im Kunsthaus Angelmodde am Angelmodder Weg 80 ist immer mittwochs bis samstags ab 17 Uhr geöffnet; sonntags ab 12 Uhr. Die Vernissage findet am Sonntag (14. Oktober) um 11 Uhr statt..

...
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6111835?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F134%2F
Das große Jucken
Die Stiche und Bisse von Insekten sind für Laien mühsam zu identifizieren.
Nachrichten-Ticker