Reaktionen auf Bürger-Informationsveranstaltung zur WLE-Reaktivierung
Diskussion um das Thema „Lärmschutz“

Münster-Südost -

Kritik gibt es von der Bürgerinitiative (BI) „Pro Bus und Rad – Gegen die Bahn“ am „Informationsmarkt“, der am 15. November zum Thema WLE (Westfälische Landeseisenbahn) in Wolbeck stattfand. Zwar sei es grundsätzlich positiv, dass „erstmals versucht worden sei, die WLE-Reaktivierung in den Gesamtauswirkungen inklusive der Buslinien zu beleuchten“, so die BI. Sie bemängelt jedoch, dass die „Informationstiefe mit gerade einmal zehn hierzu relevant bestückten Stellwänden der WLE viel zu gering“ gewesen sei. Auch habe keine Möglichkeit bestanden, das Gutachten zum Schallschutz oder Lärmkartierungen einzusehen.

Montag, 19.11.2018, 18:38 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 19.11.2018, 00:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 19.11.2018, 18:38 Uhr

Gleiches gelte für Untersuchungen darüber, welche Auswirkungen die Reaktivierung auf den übrigen Verkehr habe. „Genau dafür hat der Gesetzgeber diese frühe Information vorgesehen“, so die BI. „Das Zurückhalten dieser Unterlagen bis zum Planfeststellungsverfahren und der Umstand, dass man jüngst im Februar Berechnungsfehler zugegeben hat, deren Korrektur ursprünglich angekündigte Schallschutzwände überflüssig machen soll, schaffen kein Vertrauen“, heißt es weiter.

Johann Ubben , Eisenbahnbetriebsleiter bei der WLE, weist die Kritik von sich. Zunächst habe man bereits vor Monaten beschlossen, von Schallschutzwänden auf so genannte „Schienensteg-Abschirmungen“ umzusteigen. Diese „Mini-Lärmschutzwände“ ummanteln die Schienen direkt, absorbieren den Schall und verhindern so dessen Ausbreitung. Diesen Beschluss habe man auch bereits im Februar öffentlich gemacht, so Ubben. Genau wie die Gründe für diese „mildere Art des Schallschutzes“: Erstens müsse man die Anlieger nach neueren Erkenntnissen nicht mehr vor den lauteren Güterzügen, sondern nur noch vor Personenzügen schützen. Zweitens sei man durch einen Übertragungsfehler ursprünglich von mehr Lärm ausgegangen, als tatsächlich zu erwarten sei. Dieser Fehler sei inzwischen korrigiert worden.

Auch sonst wehrt sich Ubben gegen den Vorwurf mangelhafter Information: „Bei der Veranstaltung wurden viele Infos aus dem Lärmschutzgutachten bekannt gegeben.“ So seien etwa die Stellen genau benannt worden, an denen der Schienen-Schallschutz angebracht werden soll, betont er. Wer konkret Schallschutzfenster erhalte, werde allerdings im späteren Verfahren geprüft. Die übliche Vorgehensweise sei auch, das Lärmschutzgutachten als Ganzes erst im Rahmen der Offenlegung vorzustellen.

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