Auswertung des Projekts „Sehnsuchtsorte“ in St. Nikolaus
Zuhause steht hoch im Kurs

Münster-Südost -

Vom 24. November bis Weihnachten lief das Projekt „Sehnsuchtsorte“ in der Gemeinde St. Nikolaus Münster. Alle Gemeindemitglieder waren aufgefordert, die Orte ihrer Sehnsucht zu benennen und ihre Auswahl in ein paar Zeilen zu begründen. Die Ergebnisse wurden in lockerer Folge an die Decke der Pfarrkirche projiziert. Die Absender blieben anonym. Die Resonanz auf den Aufruf war groß, und die Auswertung des Projekts erbrachte interessante Erkenntnisse.

Mittwoch, 16.01.2019, 00:00 Uhr aktualisiert: 16.01.2019, 11:32 Uhr
Bis zum Weihnachtsfest wurden die Beiträge zum Thema „Was ist Ihr Sehnsuchtsort?“ an die Kirchendecke von St. Nikolaus projiziert.
Bis zum Weihnachtsfest wurden die Beiträge zum Thema „Was ist Ihr Sehnsuchtsort?“ an die Kirchendecke von St. Nikolaus projiziert. Foto: isa

„Rund 150 Beiträge gingen ein“, freut sich Thomas Hußmann . Der Pastoralreferent der Gemeinde hatte die Idee gehabt und die Aktion von Anfang bis Ende betreut. Sein Resümee mag manchen überraschen: Bei den Sehnsuchtsorten stand das Zuhause besonders hoch im Kurs. „Etwa ein Drittel der Einsendungen nannte die gewohnte Umgebung oder die Familie als Beispiele für Sehnsuchtsorte“, bilanziert der Pastoralreferent. So seien etwa der eigene Garten oder „die Hängematte zwischen zwei Apfelbäumen“ als besonders beliebte Aufenthaltsorte beschrieben worden.

„Dies deckt sich mit Jugendstudien, die bezeugen, dass bei vielen jungen Menschen die Familie an erster Stelle steht“, so Hußmann, der in der Gemeinde vor allem für die Familienpastoral zuständig ist. Diese Sehnsucht sei in einer globalen Welt leicht erklärbar, die immer unübersichtlicher werde.

Weitere Einsender wählten ferne Länder oder unberührte Landschaften in der Natur aus. Sehnsuchtsorte also, die „über den erlebten Alltag hinausgehen“, so Hußmann. Kerngedanke der Aktion sei gewesen, „Glaubenskommunikation in niederschwelliger Form zu ermöglichen“, erläutert der Pastoralreferent.

Tatsächlich wurden auch religiöse Antworten auf die Frage nach dem Sehnsuchtsort gegeben. So nannte ein Teilnehmer ein Kloster in Griechenland, ein anderer das Kruzifix in der St.- Nikolaus-Kirche.

Ganz verschwinden sollen die „Sehnsuchtsorte“ nach Abschluss der Aktion nicht. Hußmann: „Ausgewählte Beiträge werden in den Jahresrückblick der Gemeinde eingestreut, der in Kürze erscheint.“

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