Am Donnerstag startet die Fastenpredigtreihe der Gemeinde St. Nikolaus Münster
Hochkarätig und mitunter brisant

Münster-Südost -

Hochkarätige Referenten und mitunter brisante Themen kennzeichnen die Fastenpredigtreihe in der Gemeinde St. Nikolaus Münster, die am Donnerstag (7. März) startet. „Den Finger in die Wunde legen“ lautet das vielsagende Motto. Erste „Predigerin“ ist die münsterische Professorin für ökumenische Theologie und Dogmatik an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU), Dorothea Sattler. Es folgen fünf weitere Fasten-Gottesdienste, die jeweils donnerstags um 19 Uhr in der St.-Nikolaus-Kirche beginnen.

Dienstag, 05.03.2019, 00:00 Uhr aktualisiert: 11.03.2019, 17:38 Uhr
Erste Fastenpredigerin ist Prof. Dr. Dorothea Sattler.
Erste Fastenpredigerin ist Prof. Dr. Dorothea Sattler.

Das Motto, mit dem sämtliche spirituellen Angebote der Gemeinde während der Fastenzeit überschrieben sind, wurde vom leitenden Pfarrer der Gemeinde, Jörg Hagemann, gemeinsam mit dem Seelsorgerteam festgelegt. Als gelernter Krankenpfleger weiß Hagemann Wunden zu interpretieren. Wer einen Finger in eine Wunde lege, mache manchmal erst die schmerzende Stelle bewusst, erläutert er. Er könne dem Patienten wehtun oder aber die Wunde behandeln und heilen. „Ein Problem sind vor allem solche Wunden, die vermeintlich verheilt sind, während die Entzündung weiter unter der Oberfläche schwelt“, betont Hagemann.

Kein bequemes Motto also, zu dem die Referenten sich äußern werden. Welche Inhalte sie im einzelnen an sprechen, ist offen.

► Bekannt jedoch ist, dass Professorin Dorothea Sattler (Predigt am 7. März) „eine großartige Forscherin ist“, so Hagemann. Sie stehe auch für kritische Äußerungen. Unter anderem gilt die Theologin als Befürworterin der Frauenordination.

► Die Franziskaner- Schwester Dr. Katharina Kluitmann (Predigt am 14. März) arbeitet als Diplomtheologin und promovierte Psychologin mit beim Beratungsdienst „Centro“ (Psychologische Begleitung für Menschen im Dienst der Kirche). Seit 2018 ist sie Vorsitzende der Deutschen Ordens-Obernkonferenz. Zu ihren Themengebieten gehören unter anderem sexueller und geistlicher Missbrauch in der Kirche.

► Monsignore Robert Kleine (Predigt am 21. März) ist Stadt- und Domdechant von Köln. Der 1967 geborene Priester wurde Anfang des Jahres durch seine Kritik an römischen Kardinälen und deren Bewertung von Missbrauch in der Kirche, Zölibat und Sexualmoral bekannt.

► Eine besondere Rolle nehmen Ausschnitte aus den drei Predigten ein, die Bischof von Galen 1941 in Münster, unter anderem zum Thema Euthanasie, gehalten hat. Sie werden am 28. März in St. Nikolaus verlesen. „Die Frage nach dem Wert des Lebens ist bis heute aktuell“, so Pfarrer Hagemann.

► Der Generalsekretär des ZdK (Zentralkomitee der deutschen Katholiken) Dr. Stefan Vesper (Predigt am 4. April) vertritt die Interessen der Laiengruppen in der katholischen Kirche. Die Rechte der Laien könnten daher in seinem Beitrag eine Rolle spielen.

►►Spannung verspricht auch die Predigt des Rektors der Uni Münster: Professor Dr. Johannes Wessels wird am 11. April als Physiker aus seiner Sicht zum Predigtmotto Stellung nehmen.

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