Informationsveranstaltung in der Eichendorffschule
Bürger nehmen Stellung zum geplanten Baugebiet

Münster-Angelmodde -

Die viel befahrene Hiltruper Straße im Norden, der breite Albersloher Weg im Westen, eine Hochspannungsleitung im Süden. Ein guter Standort für ein neues Baugebiet? Darüber wurde am Dienstagabend intensiv in der Eichendorffschule diskutiert.

Mittwoch, 10.04.2019, 18:00 Uhr aktualisiert: 14.04.2019, 17:38 Uhr
In der Eichendorffschule stellten die Stadtplaner ihre Entwürfe zum Neubaugebiet an der Hiltruper Straße den Bürgern vor.
In der Eichendorffschule stellten die Stadtplaner ihre Entwürfe zum Neubaugebiet an der Hiltruper Straße den Bürgern vor. Foto: mlü

Dabei ist die Frage, ob das Baugebiet kommt oder nicht, längst geklärt. Es geht nur noch darum, wie es aussehen soll. „Dieses Baugebiet ist nur zweite Wahl. Die guten Flächen sind schon alle weg. Wir werden also mit Kompromissen leben müssen“, mahnte der stellvertretende Bezirksbürgermeister Martin Peitzmeier in seinem Schlusswort an.

► Thema Verkehr: Die rund 40 Bürgerinnen und Bürger waren in der Mehrzahl langjährige Anwohner. „Der Verkehr hat in den vergangenen 16 Jahren dermaßen zugenommen – es ist ein Albtraum“, kritisierte eine Frau, die am Albersloher Weg wohnt. Durch das neue Baugebiet werde alles nur noch schlimmer.

Projektleiterin Maarit Terhechte aus dem Stadtplanungsamt versicherte, dass im weiteren Planungsverlauf auch Verkehrsgutachten erstellt werden. „Wenn die Fachämter sagen: Das geht so nicht, dann müssen wir an die Pläne noch einmal ran.“ Erst nach den Gutachten könne man über einen vierspurigen Albersloher Weg oder einen Kreisverkehr fundiert nachdenken.

►  Hohe Wohndichte: An der Wohndichte werde jedoch nicht gerüttelt: „Die rund 55 Wohneinheiten je Hektar setzen wir per Ratsbeschluss an“, so Terhechte. Es handelt sich um den neuen Standard für Neubaugebiete in den Außenstadtteilen. „Für junge Leute ist das nix – viel zu eng“, bemängelte ein Angelmodder. Anna-Maria Ittermann vom Inte­grationsverein „Treffpunkt Waldsiedlung“ warnte mit Blick auf die geplanten neuen Mehrfamilienhäuser entlang der Hiltruper Straße sogar vor einer „zweiten Osthuesheide“.

Die anwesenden Bürger sprachen sich allesamt für die zweite Planungsvariante aus, die rund 200 statt bis zu 240 Wohneinheiten im Baugebiet vorsieht.

►  Standort der Kita: In diesem zweiten Planungsentwurf befindet sich die neue Fünf-Gruppen-Kita und der geplante Quartiersplatz jedoch am südwestlichen Rand des Neubaugebietes und nicht in der Mitte des Baugebietes. Das gehe besser, finden die Bürger.

►  Mix der Generationen: Applaus gab es für den Vorschlag, altengerechte Wohnprojekte auf dem Gelände umzusetzen. Einliegerwohnung würden die Möglichkeit eröffnen, dass dort die Großeltern einziehen und die Generationen Tür an Tür leben können.

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