Sommerserie „Quer durch den Garten“
Unkraut hat keine Chance

Münster-Angelmodde -

„Mein Garten ist mein Jungbrunnen“, sagt die 81-jährige Gisela Linden und begibt sich ins Unterholz um Brombeerdornen zu entfernen und Unkraut von ihrem Garten dauerhaft fernzuhalten. „Bücken ist mein täglicher Sport.“ Und wer mit soviel Liebe der Natur begegnet, wird reichhaltig von ihr beschenkt. Das merkt man bei diesem exklusiven Besuch im privaten Garten von Gisela Linden.

Dienstag, 09.07.2019, 23:00 Uhr
Gut duftet die Blumenpracht im Gartenparadies von Gisela Linden in Angelmodde-West.
Gut duftet die Blumenpracht im Gartenparadies von Gisela Linden in Angelmodde-West. Foto: Peter Sauer

Sehnsüchtig wartet Gisela Linden auf Regen, um nicht immer täglich ihren Garten automatisch bewässern und per Hand begießen zu müssen. Denn ihr Gartenparadies auf der Rückseite ihres Bungalows von 1965 braucht regelmäßige Pflege. „Deswegen kann ich im Sommer nicht in den Urlaub fahren.“

Aus Schlesien kam Gisela Linden der Liebe wegen nach Münster, war bis zur ihrer Pensionierung Lehrerin an der Marienschule Hiltrup. Zunächst hatte sie mit ihrem Mann Helmut einen Teich im Garten. „Damit er seine Modellschiffchen fahren lassen konnte“, erinnert sie sich. Doch irgendwann gab es zu viel Algen, der Teich verschwand. So entstand eine größere Fläche zum Bepflanzen. „Durch den früheren Teich war der Garten bereits schön angeböscht.“

Seitdem ist der Garten immer mehr gewachsen, von Natursteinen vom Rasen getrennt und mittlerweile schon so etwas wie ein ABC-Rundgang durch die farbenprächtigste Pflanzenwelt.

Mittelgang zur Bank.

Mittelgang zur Bank. Foto: Peter Sauer

Die vielfältige Pflanzenpracht ist ein wahrer Augenschmaus. Im Schatten der Amber- und Ginkgo-Bäume sowie der portugiesischen Kirschlorbeerhecke fühlen sich Hortensien, rotgelbe Kokardenblume, Dahlien, das Würzkraut Dost. Die exklusive „Diva“ im Staudenbeet ist die Taglilie. Nun einen einzigen Tag ist jede Blüte geöffnet. Die Freude währt trotzdem lang – während sich die eine Blüte divenhaft verabschiedet, stehen die nächsten Blüten der Staude schon bereit.

„Durch den Gartenbauverein Wolbeck habe ich gute Tipps bekommen“, sagt Gisela Linden. Ihr Erfolgsrezept? „Oscorna – das ist ein organischer Naturdünger.“

Hummeln tummeln sich im Lavendel. Auch Eichhörnchen und Igel kommen regelmäßig vorbei. „Die sind mir lieber als Elstern und Tauben, die muss ich dann schon mal mit meinem Besen vertreiben.“

„Natur-Yoga“

„Natur-Yoga“ Foto: Peter Sauer

Maulwürfe machen interessanterweise einen Bogen um ihr Gartenparadies und mit Bodendeckern sorgt sie dafür, dass nur das wächst, was sie auch in ihrem Garten haben möchte. „Ich kann Unkraut nicht gut sehen“, gesteht die 81-Jährige. „Das Bücken ist kein Problem. Der Garten ist ein Jungbrunnen für mich.“ Bevor sie morgens das erste Mal ihre Blütenpracht vom Wintergarten aus bestaunen kann, macht sie täglich etwas Yoga.

Buntes Natur-Paradies.

Buntes Natur-Paradies. Foto: Peter Sauer

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