Verabschiedung von Pfarrer Hartmut Hawerkamp
„Das ist ja wie an Heiligabend“

Münster-Angelmodde -

Pfarrer Hartmut Hawerkamp geht mit seiner Familie nach Kenia. Bei seiner Verabschiedung war der Gemeindesaal rappelvoll.

Montag, 08.07.2019, 17:00 Uhr aktualisiert: 09.07.2019, 15:40 Uhr
Pfarrer Hartmut Hawerkamp (vorne, v. r.) , Superintendent Ulf Schlien, Pfarrer Klaus Wirth von St. Bernhard, Pfarrer Dr. Christian Plate von der evangelischen Kirchengemeinde Wolbeck, Angelmodde und Albersloh. Dezent im Hintergrund saß der Pfarrer von St. Nikolaus Münster und Stadtdechant Jörg Hagemann.
Pfarrer Hartmut Hawerkamp (vorne, v. r.) , Superintendent Ulf Schlien, Pfarrer Klaus Wirth von St. Bernhard, Pfarrer Dr. Christian Plate von der evangelischen Kirchengemeinde Wolbeck, Angelmodde und Albersloh. Dezent im Hintergrund saß der Pfarrer von St. Nikolaus Münster und Stadtdechant Jörg Hagemann. Foto: anh

„Das ist ja wie an Heiligabend “, sagt ein Mann zum Organisten: mit einem Gottesdienst und einen Empfang verabschiedete die Friedenskirchen-Gemeinde am Sonntag ihren langjährigen Pfarrer Hartmut Hawerkamp . „Wie an Heiligabend“, das sollte heißen: rappelvoll. Der Gemeindesaal bis hin zur Tür, in der noch Menschen standen, der Kirchraum oben auf der Empore, unten bis zur Wand mit dem Gemälde, das die Welt zeigt. Nach Kenia geht Hawerkamp mit seiner dreiköpfigen Familie.

„Einmal ist es genug mit dem Abschiednehmen“, sagte Hawerkamp zu Beginn, „aber nicht jetzt“. Für einen Aufbruch brauche es den Mut der Verzweifelten, so Hawerkamp mit Bezug auf die biblische Geschichte von den todgeweihten Aussätzigen, die zum Heerlager der feindlichen Aramäer ziehen und ein glückliches Abenteuer erleben. „Machen wir uns auf, steigen wir in dieses Abenteuer ein.“ Diesen Mut habe auch die Friedenskirchen-Gemeinde gezeigt, mit dem „wagemutigen Aufbrecher“ Konrad Munde, und ein Gemeindehaus erbaut.

Superintendent Ulf Schlien verabschiedete Hawerkamp aus seinem Dienst als Pfarrer in der Friedenskirche. Fast 18 Jahre diente er dort. „Er vermag mit Sprache umzugehen“, habe sich vielfältig in die Gemeinde eingebracht, aber auch „über den Tellerrand geschaut“.

Abschiednehmen tue weh, so der Presbyter Georg Christoph Macholz, aber wie bei Hawerkamps Ankunft werde es eine neue Ankunft und wieder neuen frischen Wind geben. Besonders beeindruckt habe ihn an diesem Pfarrer die Bedeutung, die er dem Suchen in seinen Gottesdiensten beigemessen habe: „Er hat uns immer mitgenommen auf die Suche.“ Hawerkamp „hinterlasse ganz große Spuren und viele kleine“.

Musik gab es in vielfältiger Weise: Von Hans-Hermann Wickel an Orgel und Klavier, vom Bläser-Ensemble, vom Chor. Nicht fehlen durfte aus Hartmuts „Greatest Hits“ die Nummer 1: „Vertraut den neuen Wegen“. Dem Gottesdienst folgte ein Gruppenfoto auf dem Vorplatz.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6765540?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F134%2F
A2: Ein Toter und vier Verletzte
Rettungshubschrauber landeten am Samstagabend auf der A2-Abfahrt Hamm-Uentrop und flogen zwei Schwerverletzte in Krankenhäuser. Für einen 18-jährigen Ahlener kam jede Hilfe zu spät. Er verstarb noch an der Unfallstelle.
Nachrichten-Ticker