Container-Kita Heidestraße ohne Betriebserlaubnis
Abtransport erstmal vom Tisch

Münster-Angelmodde/Gremmendorf -

Ursprünglich sollten die Container an der Heidestraße als Kindertagesstätte genutzt werden. Weil das aber nicht geht, sucht die Stadt Münster weiterhin nach alternativen Nutzungsmöglichkeiten. Jetzt ist zumindest eine Option vom Tisch.

Mittwoch, 21.08.2019, 10:00 Uhr
Ursprünglich sollten die Container an der Heidestraße als Kindertagesstätte genutzt werden. In Betrieb durfte die Kita jedoch nicht gehen – der fehlende Abstand zu einer Tankwagen-Befüllstation auf dem Firmengelände der Westfalen AG ist zu gering. Die Stadt Münster prüft weiterhin alternative Nutzungsmöglichkeiten.
Ursprünglich sollten die Container an der Heidestraße als Kindertagesstätte genutzt werden. In Betrieb durfte die Kita jedoch nicht gehen – der fehlende Abstand zu einer Tankwagen-Befüllstation auf dem Firmengelände der Westfalen AG ist zu gering. Die Stadt Münster prüft weiterhin alternative Nutzungsmöglichkeiten. Foto: mlü

Vor ziemlich genau einem Jahr hat die Stadt Münster Container an der Heidestraße aufstellen lassen. Sie sollten als Kindertagesstätte genutzt werden, weil es um die Versorgungsquote im Südosten der Stadt schlecht bestellt ist. Doch daraus wurde nichts – aufgrund der Nähe zur Gasabfüllanlage der Westfalen AG erhielt die Kita keine Betriebserlaubnis.

Ein echter Schildbürgerstreich, der im März diesen Jahres für viel Aufregung sorgte. Seitdem wird nach einer alternativen Nutzungsmöglichkeit für die Pavillonanlage gesucht. Schließlich entgehen dem Stadtsäckel jährliche Mieteinnahmen in Höhe von mindestens 23 700 Euro. Trotzdem gibt es auch nach fünf Monaten keine Lösung, bestätigt das städtische Amt für Immobilienmanagement auf Nachfrage.

Zumindest eine Option ist jetzt aber offenbar endgültig vom Tisch: der frühzeitige Abtransport, etwa um die Container aufzuteilen und an den anderen Kitas in Angelmodde oder Gremmendorf einzusetzen.

Der bisher vielversprechendste Ansatz bleibt, die Container verwaltungsintern als Bürofläche und Lagerräume zwischenzunutzen, bis die Westfalen AG ihren Standort an der Heidestraße verlässt. Das Unternehmen will seine Anlagen in das Industriegebiet Hessenweg in Gelmer verlegen. Dort verfügt die Westfalen AG bereits über eine Reservefläche; der Standort in Gremmendorf ist mittlerweile zu klein.

Die Container an der Heidestraße gehören zu einer ehemaligen Flüchtlingseinrichtung am Brandhoveweg und sie wurden bereits zum Teil saniert. Doch zusehends verwildert die Anlage an der Heidestraße.

Dass die Räume seit Monaten völlig ungenutzt bleiben, dürfte vor allem den Schützenverein Hubertus Angelmodde ärgern. Die Schützen hatten frühzeitig vorgeschlagen, die Pavillonanlage als Vereinsheim zu nutzen. „Wir haben 350 Mitglieder, wir würden alle Reparaturen selber machen und hätten jede Woche Aktivitäten in dem Gebäude“, hatte der Vereinsvorsitzende Hubert Meyer im März für seinen Vorschlag geworben. Vorbild wäre das Gallitzin-Haus in Angelmodde-Dorf gewesen, das die Stadt den Heimatfreunden mietzinsfrei überlässt.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6862593?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F134%2F
Preußen-Sportchef Metzelder: „Befinden uns in schwieriger Situation“
Gesprächsbedarf: Der Preußen-Kader am Samstag direkt nach dem Spielende und der Niederlage gegen Viktoria Köln.
Nachrichten-Ticker