Pfarrstelle seit Juli vakant
Fünf Bewerber für Pfarrstelle

Münster-Südost -

Evangelische Friedenskirchengemeinde ist bei der Nachfolgeregelung für Pfarrer Hartmut Hawerkamp auf gutem Weg.

Donnerstag, 10.10.2019, 20:00 Uhr
Presbyteriumsvorsitzende Beate Herbers hat bei der Wahl des neuen Pfarrers für die Friedenskirchengemeinde auf viele Vorgaben zu achten.
Presbyteriumsvorsitzende Beate Herbers hat bei der Wahl des neuen Pfarrers für die Friedenskirchengemeinde auf viele Vorgaben zu achten. Foto: na

Beate Herbers zeigt sich sehr zufrieden. „Alle fünf Bewerber sind sehr qualifiziert“, betont die Presbyteriumsvorsitzende der Friedenskirchengemeinde Angelmodde/Gremmendorf, nachdem die ersten Bewerbungsgespräche für die seit Juli, seit dem Weggang von Pfarrer Hartmut Hawerkamp , vakante Pfarrstelle geführt worden sind. Anfang September war die Bewerbungsfrist abgelaufen.

Für das Presbyterium gilt es jetzt zunächst einmal, zwei oder drei Bewerber auszuwählen, die für die Probepredigten in Frage kommen. Die sollen, so ist es geplant, ab Januar stattfinden. So sind für den Januar zwei bis drei Sonntage vorbehalten. Danach findet an einem Sonntag, das sehen die Regularien vor, noch ein Weihgottesdienst statt. Die Predigt werde Superintendent Ulf Schlien halten, berichtet Beate Herbers. Es sei denn, er sei verhindert, dann hielte ein Stellvertreter die Predigt.

Anschließend trete die Frage der Stellenbesetzung in eine ganz wichtige Phase, so die Presbyteriumsvorsitzende. „Wir wollen auf jeden Fall die Gemeinde in die Meinungsbildung fest einbinden.“ Das soll bei speziellen Treffen, zu den gezielt eingeladen wird, in die Tat umgesetzt werden.

So ist es ausdrücklich erwünscht, dass beispielsweise beim Neujahrsempfang, die Gemeindemitglieder ihre Meinung kund tun, wer von den Bewerbern denn bei der Probepredigt den besten Eindruck auf sie gemacht habe.

Die endgültige Entscheidung liegt natürlich beim Presbyterium. „Ich denke, dass wir Anfang, Mitte Februar unsere Wahl treffen“, gibt Beate Herbers einen recht konkreten Zeitrahmen vor. Die Frage stelle sich dann natürlich, wie schnell gewählte Pfarrer sich von seiner alten Pfarrstelle lösen könne. „Das ist schon ein größerer Akt“, ist sich Beate Herbers sicher. „Ich gehe aber davon aus, dass wir im Sommer einen neuen Pfarrer haben“, sagt sie.

Die Unterstützung, die die Kirchengemeinde bei der Überbrückung der „pfarrerlosen Zeit“ bislang durch den evangelischen Kirchenkreis und durch die evangelische Kirchengemeinde Wolbeck/Angelmodde/Albersloh erfahren habe, sei äußerst hilfreich. So habe es zum Beispiel der Kirchenkreis übernommen, sich um die Beerdigungen zu kümmern. Der Gottesdienstplan war erst einmal bis Ende des Jahres aufgestellt worden, muss demnächst natürlich noch verlängert werden.

Es ist derzeit aber nicht nur die Suche nach einem neuen Pfarrer, die Beate Herbers derzeit einiges an Energie und Einsatz abverlangt. Denn am 1. März kommenden Jahres stehen die Wahlen zum Presbyterium an. Und es sei ganz wichtig, den genauen Ablauf einzuhalten. Viel liegt Beate Herbers auch hier daran, wie auch bei der Besetzung der Pfarrstelle, das Interesse der Gemeindemitglieder zu wecken, sich zu engagieren. Möglichst vielleicht sogar für das Amt eines Presbyters. Auf der Gemeindeversammlung am 17. November werde es in erster Linie um dieses Thema gehen. „Aber ich werde die Gemeinde natürlich auch über den aktuellen Stand der Dinge bei der Wahl des neuen Pfarrers informieren“, betont Beate Herbers, die, wie sie berichtet, gerade vorgestern mit Pfarrer Hawerkamp telefoniert habe. „Er meldet sich des öfteren“, erklärt sie, was sie sehr freue, denn sie habe doch noch so manche Frage an ihn. Und Hawerkamp interessiere sich natürlich auch über den Stand der Dinge in seiner früheren Gemeinde. Hawerkamp selber sei, so berichtet Beate Herbers in seiner neuen Pfarrstelle in Nairobi „noch nicht so richtig angekommen“. Es gebe unter anderem noch so einige Probleme in seinem neuen Haus zu bewältigen. Immerhin 18 Jahre waren es, die Hawerkamp als Pfarrer in der Friedenskirchengemeinde tätig war. Dass da das Bedürfnis besteht, noch möglichst lange einen engen Kontakt aufrecht zu erhalten, sei nachvollziehbar.

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