Zukunft der Schulgärten
Gärten nach außen öffnen

Münster-Angelmodde -

Wie können bestehende Schulgärten weiter entwickelt werden? Dieser Frage ging eine kleine Runde von Gartenexperten und weiteren Interessierten während eines Informationsabends in der Eichendorffschule nach.

Sonntag, 03.11.2019, 21:00 Uhr aktualisiert: 04.11.2019, 17:38 Uhr
Wie geht es mit den Schulgärten weiter? Zu einem Informationsabend trafen sich Ulrike Liebig, Gudrun Welpelo, Ute Droppelmann, Helga Runge, Irina Weil, Klaus Fenski und Sarah Heinlein (v.l.).
Wie geht es mit den Schulgärten weiter? Zu einem Informationsabend trafen sich Ulrike Liebig, Gudrun Welpelo, Ute Droppelmann, Helga Runge, Irina Weil, Klaus Fenski und Sarah Heinlein (v.l.). Foto: hk

Schulgärten sind grüne Oasen, die gepflegt werden wollen, und so kam der Gedanke auf, mehr Menschen aus der Nachbarschaft in die Schulgärten mit einzubeziehen.

Nachdem die Stadt Münster in diesem Jahr den Nachhaltigkeitspreis gewonnen hatte, machten sich viele Schule auf den Weg, ebenfalls nachhaltig zu sein. 22 Schulen hatten sich beworben, unter den letzten sechs Bewerbern wurden drei Schulen als besonders förderungswillig erklärt. Es sind das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium in Gievenbeck, die Bodelschwinghschule in der Stadtmitte und die Eichendorffschule in Angelmodde, die auch dem Schulgartennetzwerk angehören. „Uns ist ein fester Ansprechpartner wichtig und dass sich die bestehenden Schulgärten nach außen öffnen“, sagte Sarah Heinlein vom Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit der Stadt Münster.

„Unser Schulgarten ist seit 18 Jahren Bestandteil des Schullebens“, sah Schulleiterin Helga Runge den 450 Quadratmeter großen Atriumgarten auch als Kulisse für viele Unterrichtseinheiten. Er werde bespielt.

Um das Schulgartenprojekt kümmert sich die Landschaftsarchitektin Ulrike Liebig . Mit den Schülern sät, pflegt und erntet sie alles, was im Garten so wächst. „Die Herbstzeit wird dann auch zur Kochzeit“, so Liebig.

Was fehlt, ist eine Hilfe, die regelmäßig Unkraut zupft, weil die meisten Kinder diese nicht kennen.

Bei dem Informationsabend haben Gudrun Welpelo und Ute Droppelmann vom Offenen Ganztag Interesse an einer Zusammenarbeit bekundet. Sie be-treuen einen in 2002 angelegten Schulgarten der Marienschule und würden auch gerne die Nachbarschaft mit einbeziehen. Die Idee, Grundschüler oder Kinder mit Förderbedarf mit ein-zubeziehen, die nicht im Offenen Ganztag sind, kam Klaus Fenski, der eine Gruppe in der Jugendeinrichtung „Mobile“ betreut.

Der Anfang ist getan. Gartenbauingenieurin Irina Weil wird Ulrike Liebig beim Unkrautjäten unterstützen. Auch die Alexianer werden mit im Boot sein wie auch der Nabu. Zweimal im Jahr gibt es einen Aktionstag mit Kindern und Eltern, die den Schulgarten pflegen. Der nächste Aktionstag ist am 28. November, zu dem weitere Interessierte und Ideengeber eingeladen sind.

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