Theatergruppe kfd St. Bernhard: Ein Hauch Ohnesorg-Theater in Angelmodde
Rentnergang auf Verbrecherjagd

Münster-Angelmodde -

Die Theatergruppe St. Bernhard ist ein Garant für gute Unterhaltung. Am Freitagabend erlebten die Zuschauer die Premiere von „Die Rentnergang“. Schon bevor sich der Vorhang hob, gab es die ersten herzhaften Lacher.

Sonntag, 10.11.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 11.11.2019, 17:58 Uhr
Die Akteurinnen des kfd-Theaters St. Bernhard sind ein Garant für gute, humorvolle Unterhaltung. Am Freitagabend erlebten die Zuschauer die Premiere von „Die Rentnergang“.
Die Akteurinnen des kfd-Theaters St. Bernhard sind ein Garant für gute, humorvolle Unterhaltung. Am Freitagabend erlebten die Zuschauer die Premiere von „Die Rentnergang“. Foto: hk

Schon Gabi Söllners richtungsweisende Armbewegungen, bitte doch die Notausgänge im Falle eines Falles zu benutzen, lösten Gelächter aus. Die Zuschauer waren allerdings nicht im Flugzeug, sondern im Alten Pfarrsaal der St. Bernhard-Kirche, um die Premiere „Die Rentergang“ mitzuerleben.

Komisch, bisweilen schrullig, eben ganz Ohnesorgtheater, nicht in Hamburg, sondern in Angelmodde. Obwohl es in dem beschaulichen Örtchen auch mal turbulent zugehen kann. Viel ist passiert, Kohlköpfe wurden in einer Laubensiedlung gestohlen, Banküberfälle in Wolbeck und Angelmodde fordern heraus.

Zeit für die Rentnergang „in bewaffneter Tarnkleidung“ aufzurüsten und sich nachts in die Laubensiedlung zu begeben, um die Täter aufzuspüren und auf der Lauer zu sein – obwohl gleichzeitig die Polizei nach den Ganoven fahndet, frei nach dem Motto „Operation Laube ist unter der Haube“. Unvorhergesehenes ist programmiert.

Was die Frauen der kfd-Theatergruppe in der zweieinhalbstündigen Vorstellung in drei Akten geleistet haben, ist mehr als beachtenswert. Allein die Text­sicherheit, die die ehrenamtlichen Akteurinnen an diesem Premierenabend unter Beweis stellen konnten, ist eine Meisterleistung. Und schauspielerisch immer wieder eine Freude. Allen voran die „Mutter der Kompanie“ Eva Hekkers, die sich oft die Männerrollen zu eigen macht und in der „Rentnergang den Opa Egon Körner spielt. Wie auch Babs Pascher, die den kurzsichtigen Walter Simpel verkörpert. Gefordert auch Angelika Heinen als Egon’s Tochter Gerlinde Schmackes und Ulrike Gauczinski als Käte Schnatters und späte Freundin von Egon Körner.

Ein lang anhaltender Beifall war die Belohnung nach einer langen und intensiven Probezeit am Premierenabend, der mit einem getanzten „Kriminal-Tango“ endete.

In der halbstündigen Pause hielten die Kfd-Frauen Getränke und Snacks im Pfarrheim bereit, ein Stand mit selbst Gemachtem besserte ebenfalls die Theaterkasse auf. Sehr gut gelungen ist das Programmheft zum 20. Jubiläum der Theatergruppe, das eine kleine, auch humorvolle Rückschau auf die Akteurinnen bereithielt. Man kann sich vorstellen, mit wie viel Aufwand und Herzblut sie dieses Jubiläum vorbereitet haben.

Karten für die Vorstellungen am 15., 16. und 17. November gibt es bei Andrea Meier, ✆ 0 25 1 / 66 44 47.

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