Was sich Persönlichkeiten aus dem Bezirk Südost für das neue Jahr vorgenommen haben
Mehr Sport, Gebet und Engagement

Münster-Südost -

Das neue Jahr ist angebrochen, Glücksschweinchen aus Marzipan und vierblättrige Kleeblätter wechselten gemeinsam mit guten Wünschen die Besitzer. Was bleibt, sind gute Vorsätze für die kommenden zwölf Monate. Unsere Zeitung fragte einige bekannte Persönlichkeiten aus dem Bezirk Südost nach ihren Plänen für 2020.

Montag, 06.01.2020, 17:00 Uhr aktualisiert: 06.01.2020, 18:26 Uhr
Was sich Persönlichkeiten aus dem Bezirk Südost für das neue Jahr vorgenommen haben: Mehr Sport, Gebet und Engagement

► Er werde „zunächst einmal weiterhin beim Sport bleiben“, erklärt Jörg Hagemann. Der leitende Pfarrer der Gemeinde St. Nikolaus Münster hat bereits im vergangenen Jahr regelmäßig auf dem heimischen Cross-Trainer und im Fitnessstudio trainiert. Und dabei eine ganze Menge an Gewicht verloren. Diesen Weg wolle er weiterhin beschreiten, bekräftigt er. Sorgen machen dem Geistlichen „einige Entwicklungen in Kirche und Gesellschaft“. Terroranschläge, Klimawandel, die sexuellen Übergriffe von Priestern, all das bedrückt ihn. „Welt und Kirche haben das Beten und Handeln nötig“, erklärt er. Daher wolle er beides im neuen Jahr mehr in den Vordergrund rücken.

► In diesem Jahr tritt der gesamte bisherige Vorstand des Gewerbevereins Wolbeck nicht erneut zur Wahl an. Bei der stellvertretenden Vorsitzenden Heike Schapmann hat das auch etwas mit einem guten Vorsatz zu tun: „Ich will mehr auf mich achten, besser auf meinen Körper hören.“ Sich einfach insgesamt weniger zumuten. „Ist das nicht der Vorsatz von jedem Menschen in diesem Jahr?“, sagt sie und lacht. Die Zeiten seien einfach insgesamt stressiger geworden, findet sie, besonders für Geschäftsleute. „Es ist nicht mehr wie früher, dass Du abends die Ladentür abschließt und dann frei hast. Wir müssen am Puls der Zeit bleiben, wenn wir das Fachgeschäft im Mittelpunkt der Gesellschaft halten wollen“, sagt die Wolbecker Floristin.

Seit 18 Jahren engagiert sich Schapmann als Betroffene zusätzlich ehrenamtlich in der Rheuma-Liga. In Zukunft will sie für dieses Ehrenamt mehr Zeit und Kraft haben.

► Christa Ebermann findet dieses Ritual, sich zum Neujahr gute Vorsätze zu machen, „eigentlich Quatsch“. Warum ausgerechnet an diesem Tag? „Wenn ich mir etwas vornehme, dann ist dafür doch jeder Tag gleich gut“, sagt die Vizepräsidentin der Karnevalsgesellschaft ZiBoMo. „Ich habe mir zum Beispiel im letzten April vorgenommen, mit dem Rauchen aufzuhören. Und bin bis jetzt dabei geblieben.“ In diesem Jahr möchte sie wieder aktiv an der Fastenzeit teilnehmen. Das tue nach dem Karneval ganz gut.

► Er wird sich 2020 aus der Tagespolitik zurückziehen: Der Angelmodder Heinz-Georg Buddenbäumer steht nicht mehr als Ratskandidat zur Verfügung: „Ich muss und will mich mehr um meine Gesundheit kümmern“, sagt der 66-jährige Landwirt, der sich auch beruflich „auf die Rente vorbereiten“ will. Aber auch ohne Mandat werde er sich weiter „kräftig politisch einmischen“, erklärt er. Seine wichtigsten Anliegen sind ein „Masterplan und eine weiterführende Schule für Angelmodde“. Stadtteil und Bezirk wüchsen stark, betont er.

► Das neue Jahr sei geprägt durch die Kommunalwahl im September, erklärt Bezirksbürgermeister Rolf-Dieter Schönlau. Man müsse sich stark dafür engagieren, „dass die Menschen weiter demokratischen Parteien ihr Vertrauen schenken und nicht rechtsextremen Parolen auf den Leim gehen“. Es sei die Aufgabe der Politik, die dafür notwendigen Strukturen zu schaffen. Nach wie vor fehle es unter anderem an Kindergartenplätzen im Bezirk Südost, an einer ausreichenden Raumausstattung des Schulzentrums, an einem umfassenden Verkehrskonzept und an erschwinglichem Wohnraum.

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