Weihnachtssingen mit dem Chor ConTakt in der St.-Bernhard-Kirche
„Das Mitgefühl ist noch nicht abgeschafft“

Münster-Angelmodde -

„Ein Geschenk des Himmels“ nahmen am Sonntag Besucher des Weihnachtssingens mit dem Chor ConTakt in der St.-Bernhard-Kirche an.

Montag, 06.01.2020, 00:00 Uhr aktualisiert: 07.01.2020, 18:04 Uhr
In derilluminierten St.-Bernhard-Kirche beschenkte der Chor ConTakt sein Publikum mit Musik.
In derilluminierten St.-Bernhard-Kirche beschenkte der Chor ConTakt sein Publikum mit Musik. Foto: anh

Zur Einstimmung sang der Chor zunächst Lateinisches – das „Laudate omnes gentes“ – um dann ins Deutsche und Englische zu wechseln. „Lassen wir uns beschenken und entführen mit der Musik die in diese Zeit gehört“, sagte der erste Sprecher. „Es ist ein Geschenk, für Sie, und für uns.“ Zu den musikalischen Geschenken gehörte erneut ein Stück von John Rutter – „Angel’s Carol“, „Gib mir die Ohren der Hirten“ mit schönen Soli, „Light oft he Stable“ und eine Adaptation von „Fix You“ von der britischen Band Coldplay und das intensive „So bist du, Gott, da“.

In Stimmung und Klang etwas aus dem Rahmen fielen die Stücke „Ihr werdet finden“ und „Gottes Kind“. Es mag ein Übermaß an instrumentaler Verzierung des Rhythmischen sein oder deren etwas gestrig-moderner Stil – hier litt die Klarheit, der Klang drohte ins Kitschige abzugleiten. Eine solche Verzierung hat dieser Chor gewiss nicht nötig. Er schaffte es, wie zum Beispiel beim „In jeder Nacht“, mehrstimmig oder im Wechsel der Solo-Stimmen zu fesseln, eine Botschaft zu übermitteln. Einen großen Beitrag leisteten die Instrumente, wenn sie dezent einleiteten oder begleiteten.

Traditionell streute der Chor Texte ein. Die Kurzgeschichte „In der Herberge“ nimmt die Perspektive einer Frau ein, die sich des Bleibe suchenden Paares erbarmt. Die Not sei nicht abgeschafft, resümiert der Text, aber das Mitgefühl auch nicht: „Irgendetwas geht immer.“ Die Instrumentalisten waren David Krebes, Klavier, Heide Kraft, Kontrabass, Heiner Eckervogt, E-Bass, Alfred Hahne, Gitarre, Ulla Weßels-von Bobart, Querflöte, Konrad Blanke, Percussion und Simon Gassmöller, Trompete, sowie Julia Wältermann an der Oboe.

Für das gelungene Konzert fiel der Applaus in der fast vollen Kirche immer wieder kräftig aus.

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