Ausstellung wurde abgesagt, Restaurantbetrieb ist eingestellt
Kunsthaus: Die Hoffnung bleibt

Münster-Angelmodde -

Corona-Zeiten sind harte Zeiten für Restaurantbetreiber: Sie müssen ihre Tore für die Gäste schließen. Auch im Kunsthaus Angelmodde ruht der Restaurationsbetrieb, aber auch Ausstellungen dürfen nicht stattfinden.

Mittwoch, 01.04.2020, 17:29 Uhr aktualisiert: 02.04.2020, 17:54 Uhr
Galeristin Hedwig Sölter-Bolte hängt das letzte Bild („Schutzengel“ von Lydia Mächler) aus dem Kunsthaus Angelmodde ab: „Wir wissen ja nicht, wann und wie es wieder weitergeht.“
Galeristin Hedwig Sölter-Bolte hängt das letzte Bild („Schutzengel“ von Lydia Mächler) aus dem Kunsthaus Angelmodde ab: „Wir wissen ja nicht, wann und wie es wieder weitergeht.“ Foto: pesa

Eigentlich wollte Galeristin Hedwig Sölter-Bolte den Frühlingsanfang im Kunsthaus Angelmodde mit der neuen Ausstellung „Zwischen Bauhaus und Kubismus“ und den farbenfrohen und stilübergreifenden Öl-Bildern der Malerin Marietta Löer aus Warstein feiern. Am Sonntag (29. März) wäre die Vernissage gewesen.

Bis zuletzt hatte Sölter-Bolte mit der Künstlerin sowie Dieter Hohn und Thomas Hagemann , den Betreibern des Kunsthauses, gehofft. Doch nach den drastischen Einschränkungen wegen des Corona-Virus mussten dann alle einpacken: sowohl die Ausstellungsmacher als auch die Betreiber des Restaurants.

Thomas Hagemann ist von Grund auf ein positiv denkender Mensch, hat einige gesundheitliche Rückschläge in der Vergangenheit couragiert gemeistert. Doch die Auswirkungen des Virus machen ihn sehr traurig. „Die Schließung des Kunsthauses in allen Bereichen, also auch keine Hochzeiten, Geburtstags- oder Beerdigungsfeiern mehr, bedeutet für uns einen sehr herben Schlag. Ebenso für unsere Mitarbeiter.“ Es bleibe jedoch keine andere Wahl, als geduldig zu sein. „Da außer dem lieben Gott keiner eine Ahnung hat, wie lange es dauert, warten wir einfach ab“, sagt der 70-Jährige.

Das ganze Team habe mit angepackt und das Kunsthaus „krisenfest“ gemacht. „Restaurant- und Ausstellungsräume wurden bis auf die Möbel leergeräumt, bis auf die letzte Ecke gereinigt und auf Vordermann gebracht. Für eine Zukunft, deren Datum heute noch niemand weiß. Aber auch wenn Galeristin Hedwig Sölter-Bolte mit dem letzten Bild der Ausstellung das „Schutzengel“-Bild von Lydia Mächler im Kaminzimmer abhängt und auf ungewohnte kahle Wände schaut – es geht auch mit der Kunst im Kunsthaus Angelmodde weiter, wie Thomas Hagemann betonte: „Die nächste Ausstellung folgt bei erster Möglichkeit.“ Und was machen er und Dieter Hohn nun mit der auferlegten freien Zeit? „Wir pflegen unseren Garten und laufen viel mit unseren Hunden. Und wir haben eine riesige Menge Hoffnung für uns und alle Betroffenen.“

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