Gewerbegebiet Am Kaiserbusch: Unimog-Generalvertretung RKF-Bleses hat alle Hände voll zu tun
Ob Feuerwehr oder Bundeswehr: Alle fahren Unimog

Münster-Hiltrup/Angelmodde -

Der Unimog ist ein hoch spezialisiertes Multitalent und eine Ikone deutscher Industriegeschichte. Gegenwärtig ist er sogar auch systemrelevant. Ein Besuch in einer Unimog-Generalvertretung.

Donnerstag, 09.04.2020, 12:00 Uhr aktualisiert: 09.04.2020, 16:38 Uhr
In der Werkstatt der Unimog-Generalvertretung im Gewerbegebiet Am Kaiserbusch geht die Arbeit nicht aus.
In der Werkstatt der Unimog-Generalvertretung im Gewerbegebiet Am Kaiserbusch geht die Arbeit nicht aus. Foto: Grottendieck

Bereits der erste Blick bei der Fahrt auf den Werkstatthof offenbart: Die Kundschaft kommt aus ganz besonderen Kreisen. Die Feuerwehr ist vertreten, die Stadtwerke und die Straßenmeistereien ebenfalls, und die Bundeswehr erst recht. Sie alle fahren den geländegängigen Unimog.

Der Unimog ist ein hoch spezialisiertes Multitalent und eine Ikone deutscher Industriegeschichte: 1946 wurde das „Universal-Motor-Gerät“, kurz Unimog, von einem deutschen Ingenieur entwickelt. Kantig im Aussehen, ausgestattet mit vier gleichgroßen Rädern sowie einer Achsverschiebung, die ihm die besonderen Fahreigenschaften im unwegsamen Gelände erst möglich macht – so kennt man den Unimog.

Im Gewerbegebiet „Am Kaiserbusch“ auf der Grenze zwischen Hiltrup und Angelmodde am Albersloher Weg befindet sich der Hauptsitz der RKF Bleses GmbH. Seit 1994 ist die Firma bereits als Unimog-Generalvertretung am Standort, berichtet Geschäftsführer Henrik Krenc . Insgesamt sei man sogar seit 40 Jahren in Münster vertreten. RKF-Bleses ist mit 75 Mitarbeitern für den gesamten westfälischen Raum, das Rheinland und das südliche Niedersachsen zuständig. Neben dem Hauptsitz in Münster gibt es daher Standorte in Bielefeld, Neuss und Köln.

Für die 23 Beschäftigten in Münster geht der Betrieb auch in Corona-Zeiten weiter. „Es gibt momentan keine wesentlichen Einschränkungen in unseren Betriebsstätten durch die aktuell eingeleiteten Maßnahmen der Regierungen und der Behörden“, stellt Henrik Krenc fest.

Ausstellungen und Fachmessen wurden zwar verschoben und die Verkaufsaktivitäten im Außendienst eingestellt – wie in vielen Autohäusern auch. Aber die Werkstätten sind wie gewohnt für die Kundschaft geöffnet.

„65 Prozent unserer Kunden kommen aus dem öffentlichen Bereich“, berichtete Krenc. Die meisten besitzen Fahrzeuge, die dank individueller An- und Aufbauten exakt auf ihre Bedürfe zugeschnitten sind. Krenc bringt es auf den Punkt: „Wir verkaufen keine Fahrzeuge, wir verkaufen Lösungen.“

Derzeit zeigt sich: Feuerwehren, Straßenmeistereien und auch die großen Energieunternehmen, die etwa im Rheinland im Braunkohletagebau tätig sind, müssen auch in Krisenzeiten funktionieren. Dazu gehört ganz wesentlich der eigene Fuhrpark. „Somit haben wir eine Systemrelevanz“, stellt Krenc daher fest.

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