Wohnhaus an der Bachstraße
Mieter klagen über Dauerbaustellen und Baumängel

Münster-Angelmodde -

Im Sommer 2016 hat das Wohnungsunternehmen Vonovia mit der Sanierung ihrer Immobilie an der Bachstraße begonnen. Abgeschlossen sind die Arbeiten noch längst nicht überall. Mieter klagen über Lärm, Dreck und Baumängel.

Dienstag, 14.04.2020, 17:14 Uhr aktualisiert: 14.04.2020, 17:49 Uhr
Die Sanierungsarbeiten an den Vonovia-Mietwohnungen an der Bachstraße ziehen sich bereits vier Jahre hin. Die Mieter klagen über Staub, Dreck, Lärm und Wasser in den Kellerräumen.
Die Sanierungsarbeiten an den Vonovia-Mietwohnungen an der Bachstraße ziehen sich bereits vier Jahre hin. Die Mieter klagen über Staub, Dreck, Lärm und Wasser in den Kellerräumen. Foto: mlü

Im Sommer 2016 hat das Wohnungsunternehmen Vonovia damit begonnen, ihre Immobilien an der Bachstraße umfassend zu sanieren. Doch auch vier Jahre später sind viele Arbeiten noch nicht abgeschlossen – und wo sie abgeschlossen sind, klagen die Mieter über Baumängel und schlechten Service.

Das krasseste Beispiel sind die Kellerräume. Die Mieter berichten: Immer wenn es etwas stärker regnet, entstehen große Pfützen. Manchmal stehe das Wasser sogar knöcheltief und werde dann tage- oder manchmal wochenlang nicht abgepumpt. „Wir lagern in unserem Kellerabteil mittlerweile alles erhöht auf Paletten“, berichtet eine Mieterin unserer Zeitung. Allerdings habe sich durch die ständige Feuchtigkeit bereits Schimmel an einem Babyautositz gebildet – und ist jetzt nur noch teurer Abfall.

Baufirmen hinterlassen Müll

Vielerorts liegt vor den Häusern Müll herum, teilweise von den Baufirmen hinterlassen. „Es gibt Krach ohne Ende, die Bauarbeiten gehen nur schleppend voran“, berichtet eine Nachbarin. Dass sich die Bauarbeiten so lange hinziehen, hängt mit den Anbauten für die Aufzüge zusammen: Vor knapp einem Jahr hatte Vonovia eingestehen müssen, dass es Probleme bei den Planungen gegeben hatte und für die speziellen Gewerke keine Fachfirmen zur Verfügung standen.

Eine Mieterin allerdings fragt sich: „Warum überhaupt die Aufzüge? Sie führen nicht zu Wohnungseingängen, sondern nur auf die Halbetage darunter. Außerdem bleiben sie oft stecken.“ Es gibt das Gerücht, dass die Mieter selber für den Notdienst zahlen müssten, wenn der Fahrstuhl stecken bleibt. „Ich fahre jedenfalls nicht mehr damit.“

Ärger mit den Aufzügen

Was sagt die Vonovia zu den Vorwürfen? „Uns ist bekannt, dass die Fahrstühle leider mehrfach ausgefallen sind. Wir werden die Aufzugsanlagen von dem Hersteller überprüfen lassen.“

An dem Gerücht, dass der Notdienst die Mieter etwas kostet, ist jedenfalls nichts dran: „Unsere Mieterinnen und Mieter müssen selbstverständlich keine Kosten übernehmen, sofern der Notdienst aktiviert wird“, teilt die Pressestelle der Vonovia mit.

Bauarbeiten sollen bald abgeschlossen sein

Und das Problem mit den Kellern? Liegt am hohen Grundwasserspiegel, sagt das Unternehmen. Zur Regulierung seien bereits vor einigen Jahren Pumpen in den Gebäuden eingebaut worden. Die wurden allerdings in der Vergangenheit häufig sabotiert, heißt es. „Die Stromversorgung wurde dazu unterbrochen. Inzwischen ist der Kellerraum mit den Pumpen nicht mehr für Dritte zugänglich.“

Sofern sich durch die aktuelle Corona-Situation keine unvorhersehbaren Änderungen im Bauablauf ergeben, sollen die Bauarbeiten bis Ende des Monats – endlich – abgeschlossen sein.

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