Nach vielen Jahren wurde der Spielplatz an der Ostpreußenstraße am Dienstag endlich eingeweiht
„Riesenbereicherung“ fürs Quartier

Münster-Angelmodde -

Lange haben die Familien im Quartier dafür gekämpft: Jetzt wurde der Spielplatz an der Ostpreußenstraße eingeweiht

Donnerstag, 30.07.2020, 12:29 Uhr aktualisiert: 30.07.2020, 12:38 Uhr
Cornelia Beeking (3.v.r.) und ihre Kinder hatten zur Spielplatzeinweihung Blumen für die Vertreter von Politik und Verwaltung dabei.
Cornelia Beeking (3.v.r.) und ihre Kinder hatten zur Spielplatzeinweihung Blumen für die Vertreter von Politik und Verwaltung dabei. Foto: isa

Ihre Kinder sind mit dem Projekt ein ganzes Stück gewachsen, trotzdem war sie voll des Lobes: „Der Spielplatz ist eine Riesenbereicherung für das ganze Viertel“, betonte Cornelia Bee­king . Mit Blumensträußen bedankte sich die engagierte Mutter gestern bei Vertretern von Verwaltung und Politik dafür, dass endlich Wirklichkeit geworden war, wofür sie und viele andere Familien rund um die Ostpreußenstraße lange gekämpft hatten: Die Neuerrichtung des rund 2700 Quadratmeter großen Spielplatzes inmitten des Quartiers, der nun offizielle eingeweiht werden konnte.

„Wir haben eine unheimlich nette Nachbarschaft und bestimmt um die 50 Kinder in der direkten Umgebung“, erklärte Cornelia Beeking. Sie zeigte sich von der Anlage begeistert und nannte die Kooperation mit Verwaltung und Politik „beispielhaft“.

Das hörten Ute Odenbüttel und Eberhard Diekmann gern, die zur Eröffnung die Stadt Münster vertraten. „Vieles aus der Bürger- und Kinderbeteiligung wurde aufgenommen“, erklärten sie zu dem rund 150 000 Euro teuren Projekt. So wurden Kletter- und Spielkombinationen für große sowie für kleine Kinder errichtet. Dazu kamen eine Nestschaukel, ein Spielhäuschen und eine Sandbaustelle. Zwei Sitzbereiche mit fest verankerten Tischen bieten auch Eltern Gelegenheit, sich zu treffen.

„Für alle ist etwas dabei“, erklärte die Fraktionsvorsitzende der SPD Südost, Sabine Metzler. Sie hatte den entsprechenden Antrag in der BV-Südost gestellt und brachte Tischtennisschläger als Geschenk mit. Tatsächlich war auch noch eine Tischtennisplatte aufgebaut worden, was sich viele Eltern gewünscht hatten.

Viele Jahre lang hatten die Familien ausharren müssen. Denn nachdem die britischen Streitkräfte im Herbst 2012 aus Münster abgezogen waren, fielen nicht nur rund 800 Wohnungen in Angelmodde und Gremmendorf an die Bundesanstalt für Immobilienangelegenheiten (Bima), sondern auch die Spielplätze für die Familien.

Der Spielplatz an der Ostpreußenstraße wurde aus versicherungstechnischen Gründen abgesperrt. Lange Zeit umgab ein hoher Zaun mit Vorhängeschloss die Spielfläche mitten in dem Quartier, das nach und nach vor allem von jungen Familien bezogen wurde.

Die Kinder aus der Nachbarschaft mussten auf den Spielplatz am Frankenweg ausweichen oder auf der Straße spielen. Bereits seit 2013 gab es Vorstöße, den Spielplatz an der Ostpreußenstraße zu „reaktivieren“, lange ohne Erfolg.

Erst im Jahr 2017 kam wieder Bewegung in das Projekt. Damals hatte Cornelia Beeking einen Antrag bei der BV gestellt, das Projekt nahm Fahrt auf. Dennoch dauerte es noch drei Jahre bis zur Vollendung.

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