Neuigkeiten zum fahrradtauglichen Ausbau der Kanalwege und der Veloroute
Schneller radeln in Südost

Münster-Südost/Hiltrup -

Fahrradfahrer aufgepasst: In Gremmendorf, Angelmodde und Wolbeck wurden gleich mehrere Zweirad-Projekte auf den Weg gebracht. Ohne schwere Geburtswehen ging das allerdings nicht über die Bühne . . .

Mittwoch, 19.08.2020, 17:10 Uhr
So stellen sich die Planer die geplante Kanalpromenade in Gremmendorf vor. Streit gibt es darum, ob die Laternen den heimischen Fledermäusen schadet.
So stellen sich die Planer die geplante Kanalpromenade in Gremmendorf vor. Streit gibt es darum, ob die Laternen den heimischen Fledermäusen schadet. Foto: Stadt Münster

Quasi als Anti-Stau-Programm werden derzeit von der Stadtverwaltung 14 stadtregionale Veloroutenerarbeitet. Eine dieser Pendlertauglichen Radfahrerstrecken soll dabei von Everswinkel über Wolbeck, Angelmodde und Gremmendorf in die Innenstadt von Münster führen. Die Bezirksvertretung Münster-Südost rang in ihrer Sitzung am Dienstagabend bis zuletzt um die Details des Routenverlaufs.

Ein großes Problem wurde dabei schon im Vorfeld geregelt, nämlich wie genau die Radfahrer in Angelmodde-Dorf die Angel überqueren sollen. „Wir sind unserem Fraktionsvorsitzendem Franz-Josef Ruwe dankbar, dass die Planung so verändert wurde, so dass keine Brücke über die schöne Angelaue gebaut werden muss“, eröffnete Dr. Michael Klenner von der CDU die Diskussion über die Details.

Eine Schlappe erlitt die CDU allerdings bei der Frage, ob die Veloroute an ihrem östlichen Ende auf lange Sicht nicht besser über die Alverskirchener Straße geführt werden sollte. „Dann hätten wir einen Hebel, um die Sanierung der Straße voranzubringen“, so Peitzmeier. Letztlich setzte sich aber eine Mehrheit aus SPD, Grünen und den Piraten mit dem Vorschlag durch, eine Route über die Telgter Straße als endgültige Strecke einzurichten.

Dieselbe Mehrheit plädierte erfolgreich dafür, die Veloroute im Stadtteil Gremmendorf über den Gremmendorfer Weg zu führen. Ratsherr Andreas Nicklas (CDU) warnte davor, dass auf diese Weise Parkplätze für den Einzelhandel wegfallen könnten. Die Alternative, eine Veloroute entlang der WLE, wurde von den Grünen jedoch abgelehnt, da der Weg zu schmal sei.

In Hiltrup wurde auf der Kanalpromenade zwischen Osttor und dem Ballonstartplatz eine „intelligente Beleuchtung“ aufgebaut. 43 neue Laternen regeln ihr Licht hoch, sobald sich Radfahrer oder Fußgänger nähern. Nun soll im Anschluss die Strecke vom Ballonplatz bis zum Asphaltmischwerkausgebaut werden. Breitere Wege, kluges Licht.

Gegen die breiteren Wege hatte in der Bezirksvertretung niemand etwas. Das neue Lichtsystem sorgte allerdings für Streit: Denn bislang ist noch gar nicht geklärt, ob das ständige An und Aus der Laternen nicht den heimischen Fledermäusen schadet. Die Grünen wollten deswegen ein entsprechendes Gutachten abwarten, das für die Hiltruper Teststrecke in Arbeit ist.

Die Mehrheit der Bezirksvertreter vertraute allerdings der Stadtverwaltung, dass sie die Laternen sowieso nur dann aufstellen würde, wenn die Frage nach den Fledermäusen abschließend geklärt ist.

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