Sabina Krappmann-Klute erhielt Spenden aus Münster, Münster-Südost und Hiltrup
„So viele Pakete wie noch nie“

Münster-Südost/Hiltrup -

Riesenerfolg für die Paketsammelaktion für den „Kleinen Prinzen“: In Hiltrup und Münster-Südost kamen so viele Päckchen zusammen wie noch nie

Donnerstag, 26.11.2020, 16:18 Uhr aktualisiert: 02.12.2020, 16:41 Uhr
Die Pakete waren liebevoll weihnachtlich verpackt.
Die Pakete waren liebevoll weihnachtlich verpackt. Foto: privat

Sabina Krappmann-Klute zeigt sich überwältigt: „Diesmal habe ich so viele Pakete erhalten wie noch nie zuvor,“ erklärt sie strahlend. Insgesamt 836 Päckchen seien bei der Aktion zusammengekommen, die sie wieder einmal erfolgreich in Kooperation mit der Aktion „Kleiner Prinz“ in Warendorf durchführte. „Allen Spendern ein herzliches Dankeschön“, sagt sie.

Seit vielen Jahren nimmt die Angelmodderin die Päckchen entgegen, die die Menschen in Münster-Südost für rumänische Straßenkinder packen. Sie leitet die Spenden an die Warendorfer Hilfsorganisation weiter, die diese wiederum auf Trucks packt, die dann direkt nach Rumänien weiterfahren.

Insgesamt kämen bei der Aktion in der Regel Jahr für Jahr um die 10 000 Pakete aus dem näheren und weiteren Umkreis von Warendorf zusammen, weiß Krappmann-Klute. Ein großer Anteil davon stammt stets aus Münster-Südost. Dass sich diesmal offenbar besonders viele Menschen begeistern ließen, hat ihrer Ansicht nach verschiedene Gründe: „Zum einen habe ich die Päckchen aus Hiltrup mit eingesammelt, weil sich dort keine Anlaufstelle fand“, berichtet Krappmann-Klute. Die Spender hatten die Pakete zur Diakonie Hiltrup, zur evangelischen Friedenskirche nach Angelmodde oder „einfach zu mir zu Hause in die Garage gebracht“, berichtet Krappmann-Klute. Zudem seien viele Spenden aus der Innenstadt gekommen. „Unter anderem von Schulen und Kitas“, freut sich die Angelmodderin. Allein die Gesamtschule Mitte habe um die 80 Päckchen gepackt.

Sie vermutet, dass auch die Corona-Pandemie eine Rolle bei der besonderen Spendenfreudigkeit gespielt haben könnte. „Viele Menschen bemerken gerade am eigenen Leib, wie es ist, wenn sie allein sind und sich Sorgen um die Zukunft machen.“ Auch fühlten sich offenbar viele Ältere an ihre Jugend erinnert, in der sie selbst unter Entbehrungen litten. Viele anrührende Gespräche habe sie mit den Spendern geführt, die sie wegen der Aktion angerufen hätten. „Bis zu 30 Anrufe waren an manchem Abend auf meinem AB“, erinnert sich die engagierte Frau, die voll berufstätig ist.

Die Päckchen seien besonders liebevoll gestaltet gewesen: „Viele waren handbemalt, manche mit Weihnachtsmotiven beklebt.“ Dank spricht sie auch der „Aktion Kleiner Prinz“ aus: „Die Zusammenarbeit war wie immer vorbildlich“, erklärt sie.

Jetzt sei der erste Truck bereits nach Rumänien unterwegs, erklärt sie. Der zweite starte am Freitag.

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