Angelmodde-Dorf: Tempo-30-Regelung und Lösung für Radfahrer
CDU fordert schlüssiges Verkehrskonzept

Münster-Angelmodde -

Seit Jahren ist die Verkehrssituation in Angelmodde-Dorf in der Diskussion. Jetzt fordert die CDU-Fraktion der BV Südost, das die Verwaltung aktiv wird.

Dienstag, 19.01.2021, 16:19 Uhr aktualisiert: 22.01.2021, 17:03 Uhr
CDU-Fraktionsvorsitzender Alf Kassenbrock (l.) und Ratsherr Dr. Michael Klenner fordern eine deutliche Verbesserung der Verkehrssituation in Angelmodde-Dorf.
CDU-Fraktionsvorsitzender Alf Kassenbrock (l.) und Ratsherr Dr. Michael Klenner fordern eine deutliche Verbesserung der Verkehrssituation in Angelmodde-Dorf. Foto: CDU Angelmodde

Die CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung (BV) Südost ist unzufrieden mit der Verwaltung: „Wir fordern ein Gesamt-Verkehrskonzept für Angelmodde-Dorf“, erklärt Fraktionsvorsitzender Alf Kassenbrock . Zentrale Punkte: Eine Lösung für die Radwegeproblematik und eine Tempo-30-Regelung im Ortskern. „Die Anträge der CDU-Fraktion zur Verbesserung der Verkehrssituation in Angelmodde-Dorf sollten in der Verwaltung jetzt gebündelt und zügig bearbeitet werden,“ so Kassenbrock.

Die Verkehrsproblematik ein wichtiges Thema in Angelmodde-Dorf. Erst kürzlich hatte eine Radfahrerin beklagt, dass sie von Autofahrern – teilweise aggressiv – angehupt werde, wenn sie die Straße benutze. Dabei ist aufgrund der Situation im Ortskern die Radwege-Benutzungspflicht aufgehoben. Radfahrer dürfen also auf der Straße fahren.

Bereits 2018 und 2019 habe die CDU in Anträgen und Anfragen auf diese problematischen Situation für Radfahrer hingewiesen und Lösungen angemahnt, erinnert sich Kassenbrock.

„Hier muss dringend Abhilfe geschaffen werden“, betonen auch BV-Mitglied Magdalena Fuest-Wenner und Frank Sölken sowie CDU-Ratsherr Dr. Michael Klenner. Die Politiker weisen auch noch einmal darauf hin, dass das Teilstück Angelmodde auch im Zusammenhang mit der Veloroute „Alverskirchen-Münster Innenstadt“ eine Rolle spiele.

Geprüft werden soll aus Sicht der CDU ferner eine Tempo-30-Regelung für ganz Angelmodde-Dorf. Bereits jetzt ist ein Teil des Ortskerns entsprechend verkehrsberuhigt. „Sinnvoll wäre eine komplette Tempo-30-Begrenzung ab Wersebrücke“, so Kassenbrock. Die TempoBegrenzung sollte in Richtung Wolbeck bis zum Ortsende gelten, zumindest aber bis zur Einmündung der Straße „Haus Angelmodde“ (Richtung Feuerwehr).

Hintergrund seien vor allem zwei Kitas an der Straße Alt Angelmodde. Diese würden über einen Fuß- und Radwegweg nahe der Wersebrücke und über eine Autozufahrt über die Straße Haus Angelmodde erreicht. Zudem würde eine Tempo-30-Regelung auch dem gesamten Radverkehr im engen Ortskern zugute kommen, so Kassenbrock.

Weitere Einzelheiten zum Verkehrskonzept: Die Christdemokraten fordern ein festes Dialog-Display am östlichen Ortseingang, nachdem dies 2018 auf ihre Anregung hin bereits erfolgreich in mobiler Form aufgestellt worden sei.

Die CDU erinnert auch an weitere Anträge, die als „nach Aktenlage bearbeitet“ gelten müssten, aber noch keinerlei bauliche Konsequenzen nach sich gezogen hätten, merkt Dr. Micheal Klenner kritisch an. Da sei zunächst der CDU-Antrag, bei dem es darum ging, die Querung der Angelstraße an der Einmündung von „Haus Angelmodde“ sicherer zu machen. Ferner denke er an den barrierefreien Ausbau der Haltestellen in Angelmodde-Dorf, der „uns seit mehr als fünf Jahren auf den Nägeln brennt“. Der Ausbau sei schon in der „Prioritätenliste zum barrierefreien Umbau von Haltestellen für 2015/2016“ vorgesehen gewesen.

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