Neue Pastoralreferentin und neue Sozialarbeiterin starteten am 1. Januar in St. Nikolaus Münster
Corona erschwert den Einstieg

Münster-Südost -

Beide beginnen ihren Job in der Gemeinde St. Nikolaus Münster mitten im Corona-Lockdown. Trotzdem gehen Birgit Gerhards und Vanessa Humberg mit viel Engagement an die Arbeit.

Dienstag, 02.02.2021, 17:14 Uhr aktualisiert: 02.02.2021, 17:19 Uhr
Birgit Gerhards (l.) und Vanessa Humberg arbeiten seit dem 1. Januar in der Gemeinde St. Nikolaus Münster mit. Die Corona-Auflagen erschweren die Kontaktaufnahme.
Birgit Gerhards (l.) und Vanessa Humberg arbeiten seit dem 1. Januar in der Gemeinde St. Nikolaus Münster mit. Die Corona-Auflagen erschweren die Kontaktaufnahme. Foto: isa

Beide beginnen ihren Job in einer schwierigen Zeit – sprich mitten im Corona-Lockdown. Birgit Gerhards ist seit dem 1. Januar neue Pastoralreferentin der Gemeinde St. Nikolaus Münster. Am selben Tag trat Vanessa Humberg als Mitarbeiterin der Caritas die Nachfolge von Manuela Willenborg an. Von „Kinderkommunion“ bis „Ehrenamt“: Beide werden eng mit den Gemeindemitgliedern zusammenarbeiten. Wie war ihr Einstieg?

 

Vier Kirchen in drei Stadtteilen und viele neue Kollegen – das ist St. Nikolaus. Kennen Sie sich schon etwas aus?

 

Vanessa Humberg: Ein Neuanfang während des Lockdowns ist nicht leicht. Aber ich habe schon viele Kollegen und Kolleginnen über Videokonferenzen kennengelernt.

Birgit Gerhards: Inzwischen kenne ich zumindest schon die Namen einiger Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Erste Begegnungen gab es online, per Videochat. Pfarrer Hagemann ist mit mir durch die Pfarrei gefahren. Immer mehr spüre ich, wie schwer es mir fällt, dass ich nicht aktiver Gruppen und Einzelne besuchen und kennenlernen kann.

 

Können Sie sich und Ihren Werdegang der Gemeinde kurz vorstellen?

 

Gerhards: Ich bin 53 Jahre und komme gebürtig aus Stromberg. Nach der Schule habe ich sieben Jahre als technische Zeichnerin im Maschinenbau gearbeitet. Nach einem Freiwilligen Sozialen Jahr wurde ich dann praxisbegleitendend in Wulfen-Barkenberg zur Pastoralreferentin ausgebildet. Nach der Beauftragung führte mich der Weg 1996 zunächst nach Recklinghausen und dann nach Schermbeck.

Humberg: Ich wohne seit fünf Jahren im schönen Münster. Hergezogen bin ich für meinen Bachelor in der Sozialen Arbeit, bevor ich meinen Masterabschluss an der Uni Duisburg/Essen absolvierte. Während der Ausbildung war ich in einem Pflegeheim für Senioren und Pflegebedürftige tätig und nach meinem Abschluss in Kindertagesstätten. Bei der Caritas Münster arbeite ich jetzt in Kooperation mit den Kirchengemeinden St. Marien, St. Josef und St. Nikolaus.

 

Was nehmen Sie aus ihrem bisherigen beruflichen Werdegang mit?

 

Gerhards: Aus 28 Jahren im pastoralen Dienst bringe ich Erfahrungen aus den unterschiedlichen Bereichen der Seelsorge, aus verschiedenen Altersgruppen und Lebensbereichen mit. Neben Kommunionvorbereitung und Gottesdiensten waren Besinnungstage für Frauen und Trauerbegleitung Einzelner und in Gruppen meine Schwerpunkte.

Humberg: Im Rahmen meiner bisherigen Tätigkeiten war ich immer wieder mit den Sorgen und Nöten von Jung und Alt konfrontiert. Daher freue mich, von nun an eben jenen beratend zur Seite stehen zu können.

 

Welche Aufgaben werden Sie schwerpunktmäßig in St. Nikolaus Münster übernehmen?

 

Humberg: Neben allgemeiner Sozialberatung unterstütze ich auch karitative Projekte in den Kirchorten. So bin ich auch Ansprechpartner für die vielen Ehrenamtlichen. Das ist mir auch deswegen ein großes Anliegen, da ich mich selbst in meiner Freizeit ehrenamtlich in einem Turnverein engagiere.

Gerhards: Ich werde mit in die Kommunionvorbereitung einsteigen, zumal wir diesmal zwei Jahrgänge haben. Trauerbegleitung, Beerdigungsdienst, Gestaltung von Gottesdiensten werden zu meinen Arbeitsfeldern gehören. Vieles wird sich ergeben, wenn ich die Pfarrei besser kennenlerne.

 

Was machen Sie persönlich als erstes, wenn die Corona-Auflagen fallen?

 

Humberg: Am meisten freue ich mich darauf, wieder gemeinsam sportlich aktiv sein können, Feste mit Familie und Freunden feiern dürfen und dass das Leben in den Pfarrgemeinden wieder richtig aufblühen kann.

Gerhards: Ich freue mich darauf, Freunde und Freundinnen wieder zu treffen, und zum Sport zu gehen. Wenn die Corona-Auflagen fallen, wird es auch endlich möglich sein, den Menschen in der Pfarrei persönlich zu begegnen.

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