Coerde
Gemeinschaft im Mittelpunkt

Sonntag, 21.09.2008, 22:09 Uhr

-vem- Münster-Coerde. Zusammensein, die Gemeinschaft feiern, das ist es, was Kirche oft ausdrücken will. Und ihr gelingt immer wieder, verschiedenste Menschen mit verschiedensten Hintergründen zusammen zu bringen und einen großen Teil zum Leben jedes Einzelnen hinzuzufügen. Das beste Beispiel dafür war einmal mehr die evangelische Andreasgemeinde in Coerde : Eine kleine Tradition ist das Gemeindefest schon, das am Wochenende über die Bühne ging. Das Motto in diesem Jahr war „Wenn zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, dann bin ich mitten unter ihnen“ – es drückte die Intention des Fests trefflich aus.

Den Auftakt nahm das Fest bereits am Freitag mit einem „Abend der Begegnung“, bei dem neben den Gemeindemitgliedern auch Vertreter von Vereinen, Nachbargemeinden und der Stadt eingeladen waren, ein paar Stunden mit den Mitgliedern der Andreas-Gemeinde zu verbringen. Am Samstag legte man eine kleine Pause ein und startete am Sonntagmorgen mit einem Gottesdienst in den größten Teil des Gemeindefestes. Auch dabei griff Pfarrer Frank Beckmann das Thema des Wochenendes auf. Zum Gottesdienst hieß er die Gospelsänger der International Gospel Church willkommen.

„Wir wollen die Verbundenheit mit diesem Fest ausdrücken. Die Menschen aus diesem Stadtteil sollen zusammenkommen und die Gemeindemitglieder sich besser kennenlernen", unterstrich Beckmann. Er freute sich, so viele Menschen bei der kleinen Matinee auf dem Andreas-Kirchplatz begrüßen zu können. Sie fand im Anschluss an den Gottesdienst statt. Die Kinder des „Hauses der offenen Tür“ beeindruckten mit einem orientalischen Bauchtanz ganz à la Bollywood . Die Kleinsten aus dem Kindergarten zeigten einen Blumentanz, die Jugendschar-Leiter tanzten zu einem Stück aus dem Musical „Grease“, und Grundschulkinder zeigten einen beschwingten Tanz mit einem Schwungtuch.

Während viele ins HoT pilgerten, um dort zu Mittag zu essen, wurden die Verkaufsstände für den „Edeltrödel“ und den Bücherflohmarkt aufgebaut. „Wir haben Spenden von den Gemeindemitgliedern für diesen Flohmarkt erhalten“, erläuterte Pfarrer Beckmann. „Wir achten darauf, dass Waren zu günstigen Preisen verkauft werden, die man gut gebrauchen kann“, erklärte er zudem den Begriff des „Edeltrödels“. Auch Eine-Welt-Ware wurde zum Kauf angeboten.

Besonderer Anziehungspunkt war „Iron Horse“, der Indianer, der sein Zelt auf der Konfirmanden-Wiese aufgeschlagen und ein kleines Feuer im Inneren entfacht hatte. Bogenschießen gehörte zu seinen leichtesten Aufgaben, eine Kunst, die der Hobby-Indianer gerne an die Kinder weiter gab – da wollte jedes zu Pfeil und Bogen greifen. Ungewohnt ruhig wurde es, als der Indianer nach einigen Liedern und Tänzen Geschichten darüber erzählte, wie das Leben vor 100 Jahren war und wie es war, als das komplette Indianer-Lager von betrunkenen Jugendlichen überfallen wurde.

Hans-Jörg Siepert, wie „Iron Horse“ mit bürgerlichem Namen heißt, trifft sich regelmäßig mit anderen Gleichgesinnten in großen Zeltlagern und lebt dort wie ein echter Indianer.

Musikalisch zur Sache ging es mit der „Blues Band“ die bekannte Hits von Blues bis Rock 'n' Roll zum Besten gab. Mit einem Abendsegen fand das Fest, bei dem so mancher neue Freunde gefunden, neue Einblicke bekommen hatte und vor allem aber die Menschen zusammen waren, seinen Ausklang.

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