Coerde
Therapeut mit kalter Schnauze

Montag, 16.02.2009, 18:02 Uhr

Münster-Coerde - „Der macht ja, was ich sage“, meint der fünfjährige Dennis aus dem evangelischen Andreas-Kindergarten. Er strahlt, als er erste Kontakte mit Therapiehund Tequila “ knüpft. Und Jessica, ein Mädchen aus der „blauen Gruppe“, schwärmt: „Der bringt mir alles wieder, was ich wegwerfe.“

Seit Januar bringt Kindergartenleiterin Anke Deuker zwei Mal in der Woche ihren Rhodesian Ridgeback-Rüden mit in die Einrichtung, berichtet sie in einer Pressemitteilung. Und bereits jetzt sei der Vierbeiner dort kaum mehr wegzudenken. „Der Hund hilft uns, Kontakt zu den Kindern aufzubauen“, erklärt Deuker den Gedanken hinter dem kostenlosen Angebot. Vor allem im Bereich der Sprach- und Wahrnehmungsförderung unterstützt der Einsatz des Therapiehundes die Arbeit der Erzieherinnen. Vom Anfassen gelangen die Kindergartenkinder zum Begreifen, meint Anke Deuker. „Tequila ist auch ein guter Zuhörer für die Kinder, der nicht dazwischen redet“, verdeutlicht die Leiterin. „Er ist für mich das Medium, über das ich die Kinder erreichen und motivieren kann.“ Bedingungslos lasse der Hund sich auf die Kinder ein.

„Tequilas“ Geduld mit Menschen, vor allem mit Kindern ist grenzenlos. Die aus Afrika stammenden Rhodesian Ridgebacks, eine Jagdhundrasse, gelten als kluge und sensible Tiere. „Tequila besitzt einen guten Grundgehorsam und stellte dies in der Ausbildung zum Begleit- und Therapiehund unter Beweis“, berichtet Anke Deuker.

Und doch kommt der Spaß für Mensch und Tier bei den Begegnungen nicht zu kurz. „Tequila“ liebt es, geworfene Bälle zu apportieren, Kunststücke zu zeigen und nach versteckten Leckerli zu suchen. Damit ziehe er die begeisterten Kinder immer wieder in seinen Bann.

Mit dem Projekt baut der Kindergarten auf wissenschaftlichen Studien auf, die die positive Wirkung von Tieren auf Menschen belegen. Bereits 1983 beobachtete der österreichische Psychologe und Psychotherapeut Giselher Guttmann eine Steigerung des Wohlbefindens, eine höheren Motivation bei Kindern und eine größere Bereitschaft zu sozialen Kontakten, führt Anke Deuker an. Bei Fragen gibt sie Auskünfte unter Telefon 247077.

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